Pro-Tipp: Unterkunft und Anreise

Zwei­mal Ams­ter­dam, zwei­mal das Bedürf­nis nach einer annehm­ba­ren Unter­kunft. Ein Erfah­rungs­be­richt. 😉

Letz­tes Jahr fuh­ren wir mit dem Auto nach Ams­ter­dam. Die Stre­cke nach Ams­ter­dam ist gut zu fah­ren und nicht völ­lig über­füllt, also kein Pro­blem. Unan­ge­neh­mer wird es erst in der Stadt selbst. Park­plät­ze sind teil­wei­se schwer zu bekom­men und oft teu­er (5 Euro! pro Stun­de am Muse­ump­lein). Unser Auto stand letz­tes Jahr also meh­re­re Tage unge­nutzt auf dem Hotel­park­platz, weil wir inner­halb der Stadt die öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel nutz­ten. Die Anrei­se per Auto lohnt sich also nicht unbe­dingt.

Die­ses Jahr haben wir uns dann kon­se­quen­ter­wei­se dazu ent­schie­den, mit dem Zug zu fah­ren: Ab Bahn­hof Ven­lo ging es mit dem Inter­ci­ty nach Ams­ter­dam. Kein Pro­blem, die Züge fah­ren im Halb­stun­den-Takt. Ange­kom­men sind wir am Bahn­hof Schip­hol, der gro­ße Bahn­hof etwas außer­halb der Stadt, der direkt zum gleich­na­mi­gen Flug­ha­fen gehört und die sich auch ein Gebäu­de tei­len. Unser Hotel die­ses Jahr war das Ibis Bud­get (preis­wert, sau­ber, ein­fach, freund­li­ches Per­so­nal; also durch­aus annehm­bar) in der Nähe des Flug­ha­fen Schip­hol. Am Hotel selbst gibt es nichts aus­zu­set­zen, nur an der Lage. Das Ibis oder das Ibis Bud­get nahe Schip­hol bie­tet sich an für Rei­sen­de, die einen sehr frü­hen oder sehr spä­ten Flug neh­men möch­ten und des­halb ein­mal über­nach­ten. Es bie­tet sich nicht an für Rei­sen­de, die die Innen­stadt von Ams­ter­dam erkun­den möch­ten. Man ist sehr weit außer­halb und die Bus­ver­bin­dun­gen sind lei­der nicht ide­al. Teil­wei­se liegt das an den Fahrt­zei­ten und dem Stre­cken­ver­lauf der Bus­li­ni­en, teil­wei­se an der Tat­sa­che, dass es zwei Bus­un­ter­neh­men gibt, für die man natür­lich sepe­ra­te Tickets kau­fen muss. An der Bus­hal­te­stel­le bei unse­rem Hotel fuh­ren haupt­säch­lich die Bus­se des Unter­neh­mens Con­nexxi­on, wäh­rend in der Stadt größ­ten­teils die GVB unter­wegs ist. Das führ­te zu Frust und Fahr­zei­ten von nicht sel­ten über einer Stun­de, bis man in der Innen­stadt war.

Letz­tes Jahr hat­ten wir ein Zim­mer im Mer­cu­re Hotel direkt am Bahn­hof Slo­ter­di­jk, was viel prak­ti­scher war. Inner­halb weni­ger Minu­ten war man fuß­läu­fig am Bahn­hof, wo vie­le Züge, Bus­se oder Stra­ßen­bah­nen abfah­ren und man sehr schnell in der Innen­stadt ist. Es ist also wirk­lich emp­feh­lens­wert, ein Hotel nahe der Innen­stadt zu wäh­len, auch wenn der Preis pro Nacht höher sein soll­te, als eines wei­ter außer­halb, da man unglaub­lich viel Zeit spart. Lan­ge Fahr­zei­ten und ungüns­ti­ge Ver­bin­dun­gen füh­ren nur zu Stress und Frust, was wäh­rend einer Städ­te­rei­se wirk­lich nicht sein muss.

Hap­py Tra­vel­ling!

Flashback: Amsterdam 2016, Teil III

Bei unse­rem dies­jäh­ri­gen Ams­ter­dam-Auf­ent­halt haben wir das Rijks­mu­se­um und das Moco besucht, wovon ich ja bereits berich­te­te. Es loh­nen sich aber auch die ande­ren bei­den Kunst-Gigan­ten am Muse­ump­lein, näm­lich das Stede­li­jk und das Van Gogh Muse­um.

Im Stede­li­jk fin­det sich moder­ne und zeit­ge­nös­si­che Kunst. Immer wie­der wer­den wech­seln­de Aus­stel­lun­gen zu ver­schie­de­nen The­men prä­sen­tiert. Als wir das Muse­um letz­tes Jahr besuch­ten, lief gera­de eine Aus­stel­lung zur Maschi­nen­kunst von Jean Tin­gue­ly, einem Schwei­zer Künst­ler, der vor allem in den 60ern, 70ern und 80ern des letz­ten Jahr­hun­derts gewirkt hat. Tin­gue­ly ist vor allem für sei­ne Maschi­nen bekannt, die er teil­wei­se aus Schrott bau­te und die — manch­mal — eine sinn­vol­le Funk­ti­on erfüll­ten, oft aber nicht. Man­che sei­ner Skulp­tu­ren kön­nen zum Bei­spiel malen, vie­le machen aber auch ein­fach nur Krach. Inter­es­sant sind sie auf jeden Fall, unab­hän­gig davon, ob man sie ästhe­tisch anspre­chend fin­det oder nicht.

Pas­send zur Tin­gue­ly-Aus­stel­lung gab es im Muse­um auch eine Maschi­ne, die man selbst aus­pro­bie­ren konn­te und die dann ‘Kunst’ auf run­den Papp­schei­ben pro­du­zier­te, was vor allem für Kin­der ein Erleb­nis war. Man muss­te aller­dings selbst tre­ten, um die Maschi­ne anzu­trei­ben.

Des­wei­te­ren kann man sich im Muse­um über moder­nes Design seit den 60ern infor­mie­ren und zeit­ge­nös­si­sche Wer­ke, zum Bei­spiel von Mon­dri­an, bestau­nen.

Mein per­sön­li­cher Favo­rit war aller­dings das Van Gogh Muse­um, was mei­ner per­sön­li­chen Vor­lie­be für die Kunst­wer­ke die­ses Malers geschul­det ist.  Das Muse­um bie­tet die größ­te Aus­stel­lung an Wer­ken die­ses Künst­lers über­haupt. Ich fand es ein­fach nur fan­tas­tisch, die Wer­ke, von denen man vie­le schon kennt, in echt aus der Nähe zu sehen. Einer mei­ner per­sön­li­chen Favo­ri­ten sind die Son­nen­blu­men, von denen es allein schon meh­re­re Ver­sio­nen (heu­te in ver­schie­de­nen Muse­en in der gan­zen Welt zu sehen) gibt.

Lei­der durf­te man inner­halb des Muse­ums nicht foto­gra­fie­ren (*schnüff*), aber es gab Foto­wän­de, die man als Hin­ter­grün­de für Sel­fies nut­zen konn­te, was wir natür­lich tun muss­ten.

Im Anschluss an unse­ren Besuch im Muse­um haben wir uns noch im dazu­ge­hö­ri­gen Muse­ums­shop aus­ge­tobt, der so ziem­lich alles anbie­tet, was das Herz begehrt — inklu­si­ve Hun­de­hals­bän­dern mit van Goghs Man­del­blü­te. Uns hat es mehr zu den Kunst­dru­cken sei­ner belieb­tes­ten Wer­ke gezo­gen, von denen nun eini­ge unse­re Wän­de schmü­cken.

Flashback: Amsterdam 2016, Teil II

Da wir letz­tes Wochen­en­de ja nicht zum ers­ten Mal in Ams­ter­dam waren, haben wir es etwas ruhi­ger bezüg­lich Sight­see­ing ange­hen las­sen. Bei unse­rem “ers­ten Mal” 2016 hin­ge­gen haben wir viel mehr Sehens­wür­dig­kei­ten ange­steu­ert.

Eines unse­rer High­lights war bei­spiels­wei­se unser Besuch im Madame Tussaud’s Ams­ter­dam, der per­fekt abge­passt war, weil es wäh­rend­des­sen wie aus Kübeln vom Him­mel goss. Ein paar der Wachs­fi­gu­ren kann­te ich tat­säch­lich noch von mei­nem Besuch in Lon­don 2010, was dem Spaß aber kei­nen Abbruch tat. Hier ein paar mei­ner Lieb­lings­fo­tos:

Ein Erleb­nis war auch der Besuch im Ams­ter­dam Dun­ge­on. Die Dun­ge­ons gibt es in meh­re­ren gro­ßen Städ­ten (bei­spiels­wei­se Lon­don oder Ham­burg) und sie bie­ten eine inter­ak­ti­ve Show, durch­ge­führt von Schau­spie­lern, über die dunk­le Ver­gan­gen­heit der jewei­li­gen Stadt. In Ams­ter­dam erlebt man live einen Hexen­pro­zess oder lan­det auf einem See­len­ver­käu­fer, wohin­ge­gen man es in Lon­don mit Jack the Rip­per auf­neh­men muss … Lei­der darf man in den Dun­ge­ons kei­ne Fotos machen, aber sie sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Je nach­dem, zu wel­cher Uhr­zeit man das Dun­ge­on besich­ti­gen möch­te, muss man nur mit einer län­ge­ren Schlan­ge an der Ticket­kas­se rech­nen, also lie­ber etwas Zeit mit­brin­gen.

Natür­lich haben wir auch die obli­ga­to­ri­sche Grach­ten­rund­fahrt gemacht, die eine gute Mög­lich­keit bie­tet, auf ange­neh­me Art und Wei­se eini­ges von der Stadt zu sehen und etwas über sie zu erfah­ren.

Wenn man die Stadt im Herbst besucht, so wie wir, soll­te man sich — gera­de für die Grach­ten­rund­fahrt — aller­dings kusch­lig warm anzie­hen, denn der Wind in Ams­ter­dam ist mit­un­ter recht kalt. Wenn man das berück­sich­tigt, steht dem Spaß auf einem der vie­len Tou­ris­ten­boo­te aber nichts mehr im Wege.

Shopping!

Wir haben am Frei­tag in Ams­ter­dam einen sehr nied­li­chen klei­nen Laden (“Win­kel”) ent­deckt: Juff­rouw Splin­ter im Jor­da­an-Vier­tel.

Hier gibt es nied­li­che (das Wort trifft es wirk­lich am bes­ten) Deko-Arti­kel im Vin­ta­ge-Stil, aber auch ech­te alte Sachen, sowohl für gro­ße, als auch für klei­ne Kin­der.
Natür­lich konn­te ich es nicht las­sen, zwei Retro-Magne­ten mit Cup­cakes als Motiv für unse­re Foto-Wand mit­zu­neh­men. Auch an einer extrem gut rie­chen­den Mai­glöck­chen-Sei­fe bin ich nicht vor­bei­ge­kom­men. Gereizt haben  mich auch die vie­len Tee­tas­sen oder diver­se Ohr­rin­ge (Wölk­chen, Ein­hörn­chen und Kak­tü­schen etc.), aber die­ser Ver­su­chung habe ich wider­stan­den.
Wer sich ins Unter­ge­schoss vor­ar­bei­tet, kann sich dort noch an den bereits erwähn­ten wirk­lich alten Sachen erfreu­en — Geschirr, alte Stüh­le und noch viel mehr.

Der Laden ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

In art we trust

Die­ser schö­ne Slo­gan fin­det sich auf Tüten und Pos­tern des Moco — des Modern Con­tem­pora­ry (Muse­um) am Muse­ump­lein in Ams­ter­dam. Das Moco, in der Vil­la Als­berg unter­ge­bracht, ist das vier­te Muse­um (neben Rijks­mu­se­um, Van Gogh Muse­um und Stede­li­jk Muse­um) am Muse­ump­lein.

Wie sein Name schon sagt, wid­met sich das Moco zeit­ge­nös­si­scher Kunst. Momen­tan sind im Muse­um Wer­ke von Roy Lich­ten­stein, des gro­ßen Meis­ters der Pop-Art, und des Street Art-Künst­lers Bank­sy zu sehen. Hier eines mei­ner abso­lu­ten Favo­ri­ten von Bank­sy:

Ich muss geste­hen, dass mir der Name Bank­sy vor dem Besuch der Aus­stel­lung im Moco nichts gesagt hat. Sei­ne Wer­ke sind modern, poli­tisch,  tref­fend und bis­sig.
Natür­lich kann­te ich bereits Wer­ke von Roy Lich­ten­stein. Beson­ders amü­sant fand ich den 3D-Raum, den das Muse­um nach einem Werk Lich­ten­steins hat bau­en las­sen — Lich­ten­steins Adap­ti­on von van Goghs Schlaf­zim­mer in Arles.

Erstaunt und begeis­tert zugleich hat mich die Tat­sa­che, dass der Muse­ump­lein und so auch das Moco, voll­kom­men über­rannt waren. Kunst scheint in Ams­ter­dam ziem­lich cool zu sein und sowohl Alt als auch Jung inter­es­sie­ren sich dafür. Wer nicht Schlan­ge an den Ticket­kas­sen ste­hen möch­te, soll­te sich des­halb vor dem Besuch eines der Muse­en Tickets online kau­fen.

Lei­der muss­ten wir nach dem Besuch des Mocos die Heim­rei­se antre­ten. Die­se gestal­te­te sich auch noch ziem­lich span­nend, da am Bahn­hof Schip­hol vie­le Züge ver­spä­tet waren, auf ande­ren Glei­sen ankamen/abfuhren oder ganz aus­fie­len … schluss­end­lich haben wir es aber geschafft, in den rich­ti­gen Zug nach Hau­se ein­zu­stei­gen — auch wenn die­ser natür­lich aus allen Näh­ten geplatzt ist.

 

Ein langer Spaziergang

Frei­tag hat­ten wir Glück: Am Frei­tag war traum­haf­tes Wet­ter mit viel Son­nen­schein. Natür­lich nutz­ten wir die Gele­gen­heit für Unter­neh­mun­gen unter frei­em Him­mel.

Ers­te Sta­ti­on: der Von­del­park. Ams­ter­dams größ­ter Park, mit­ten in der Stadt gele­gen, mit nied­li­chen Brü­cken, viel Was­ser und schö­nen alten Bäu­men. Unglaub­lich beliebt bei Jog­gern, Rad­fah­rern, Hun­de­be­sit­zern und wahr­schein­lich jedem ande­ren Ams­ter­da­mer auch!

Nach dem Spa­zier­gang durch den Park sind wir durch die Stadt gelau­fen, vor allem durch das Jor­da­an-Vier­tel, und haben uns mit den Aus­la­gen der nied­li­chen, klei­nen Läden beschäf­tigt.

Gegen Abend, als es lang­sam dunk­ler wur­de, sind wir ins Rem­brand­t­huis gegan­gen, das Haus mit­ten in der Stadt, in dem der bekann­te Maler 20 Jah­re lang gelebt und gear­bei­tet hat. Man hat ver­sucht, es his­to­risch so akku­rat wie mög­lich her- und ein­zu­rich­ten.

Momen­tan ist dort auch Teil einer Aus­stel­lung (der ande­re Teil fin­det sich im Ams­ter­dam Muse­um) über Govert Flinck und Fer­di­nand Bol zu sehen, zwei Schü­ler Rem­brandts, die zu Leb­zei­ten belieb­ter waren als ihr Meis­ter, aber im Sumpf des Ver­ges­sens ver­schwun­den sind.

Alles in allem ein gelun­ge­ner Frei­tag, an dem wir über 17000 Schrit­te gelau­fen sind …

 

Kunst an einem Regentag

Das Wet­ter in Ams­ter­dam war heu­te lei­der beschei­den — es weh­te ein kal­ter Wind und es reg­ne­te viel. Kur­zer­hand ent­schie­den wir uns dazu, das Rijks­mu­se­um zu besu­chen, in das wir es letz­tes Mal nicht mehr geschafft hat­ten.

Das Rijks­mu­se­um ist schon allei­ne archi­tek­to­nisch inter­es­sant — ein impo­san­ter Bau mit alten und neu­en Ele­men­ten. Schon die Ein­gangs­hal­le ist ein Blick­fang.

Beson­ders beliebt bei Besu­chern ist die Ehren­ga­le­rie, wo die gan­zen alten Meis­ter hän­gen, und natür­lich Rem­brandts Nacht­wa­che, das wahr­schein­lich bekann­tes­te und belieb­tes­te Bild des gan­zen Muse­ums — so beliebt, dass der Muse­ums­shop Socken mit dem Gemäl­de anbie­tet …

Da das Rijks­mu­se­um sich nicht als rei­nes Kunst‑, son­dern auch als his­to­ri­sches Muse­um ver­steht, fin­det man hier nicht nur Gemäl­de, son­dern auch Sta­tu­en, Möbel, Schmuck und diver­se Son­der­aus­stel­lun­gen.

Es ist fast unmög­lich, die­se unglaub­li­che Anzahl an Expo­na­ten an einem Tag anzu­se­hen und zu bewun­dern. Beson­ders beein­dru­ckend ist auch die schie­re Viel­falt an Aus­stel­lungs­stü­cken.

Das Rijks­mu­se­um ist ein unglaub­lich gut besuch­tes Muse­um. Manch­mal wer­den auch Son­der­ak­tio­nen ange­bo­ten so wie heu­te: die Besu­cher waren dazu ein­ge­la­den, selbst zu zeich­nen (#start­drawing) und wur­den von den Mit­ar­bei­tern mit Skiz­zen­heft und Blei­stift aus­ge­stat­tet.

Nach unge­fähr 5 Stun­den im Muse­um, in denen wir unglaub­lich viel ent­de­cken konn­ten, muss­ten wir lei­der gehen, da um 17:00 geschlos­sen wird. Der Hun­ger trieb uns in die Stadt, wo wir noch ein­mal zum Mexi­ka­ner La Mar­ge­ri­ta gin­gen, nach­dem es uns ges­tern dort so gut geschmeckt hat. Ein biss­chen Food­porn für alle die­je­ni­gen, die ihn beim gest­ri­gen Arti­kel etwas ver­misst haben:

Natür­lich hat­ten wir heu­te mor­gen wie­der lecker bei Bagels & Beans gefrüh­stückt; im Bild zu sehen ist der Bana­nen­ba­gel, der sehr lecker schmeckt.

Für mor­gen steht even­tu­ell noch ein wei­te­res Muse­um auf dem Plan, vor allem, wenn das Wet­ter wie­der so beschei­den wird wie heu­te …

Lecker essen in Amsterdam

Seit ges­tern nach­mit­tag sind wir in Ams­ter­dam, und weil essen bekannt­lich Leib und See­le zusam­men­hält, wer­de ich zuerst dar­über schrei­ben. 😉

Gefrüh­stückt haben wir heu­te mor­gen (wie auch bei unse­rem Auf­ent­halt letz­tes Jahr regel­mä­ßig) in einer der Filia­len von Bagels & Beans. Wie der Name schon sagt, ist die Ket­te auf lecke­ren Kaf­fee und run­de Bröt­chen mit einem Loch in der Mit­te spe­zia­li­siert. Prak­ti­scher­wei­se bie­ten sie auch einen glu­ten­frei­en Bagel an, und es exis­tiert eine Lis­te mit den All­er­ge­nen aller Gerich­te. Wenn man bei der Bestel­lung dazu sagt, dass man ‘all­er­gic’ ist, wird kon­ta­mi­na­ti­ons­frei gear­bei­tet. Die Mit­ar­bei­ter sind im Nor­mal­fall sehr freund­lich und bemü­hen sich dar­um, dass alles gut funk­tio­niert. Die Bagels, die es mit unter­schied­li­chen, sehr lecke­ren Belä­gen gibt, schme­cken auch wirk­lich gut. Ich hat­te heu­te mor­gen bei­spiels­wei­se einen Bagel mit Frisch­kä­se und Erd­beer­mar­me­la­de, David einen mit Bana­ne und Zimt und einen mit Pes­to, Avo­ca­do und Huhn. Yum­my!

Ges­tern Abend haben wir sehr lecker zu Abend geges­sen im De Ita­li­a­an, den wir auch schon vom letz­ten Jahr her ken­nen. Die­ser Ita­li­en bie­tet Pas­ta und Piz­za auch glu­ten­frei an. Für die gf Piz­za wird ein klei­ner Kos­ten­auf­schlag berech­net, aber der Teig ist sehr lecker und selbst­ge­macht. Loh­nens­wert ist auch die Pan­na Cot­ta als Nach­tisch respek­ti­ve die Ange­bo­te auf der Wein­kar­te …

Heu­te zum ers­ten Mal getes­tet haben wir La Mar­ga­ri­ta, ein mexi­ka­ni­sches Restau­rant. Auch hier war glu­ten­frei­es Essen ohne Pro­ble­me mög­lich, da zum Bei­spiel nicht nur Weizen‑, son­dern auch rei­ne Mais­tor­til­las ange­bo­ten wer­den. Wir haben das Essen sehr gut ver­tra­gen und es war unglaub­lich lecker. Das Per­so­nal war sehr freund­lich und wuss­te genau, was wir essen konn­ten und was nicht. Defi­ni­tiv emp­feh­lens­wert, auch für Nicht-Zölis! Eine net­te Aus­wahl an Cock­tails und Wein gibt es hier oben­drein.

Außer­dem ist uns heu­te auf­ge­fal­len, dass vie­le Cafes und Take-aways mitt­ler­wei­le auch “glu­ten­free opti­ons” anbie­ten — es lohnt sich, mit offe­nen Augen durch die Stadt zu lau­fen und die Schil­der vor den Loka­len zu lesen!

Flashback: Amsterdam 2016, Teil I

In mei­ner Vor­freu­de dar­auf, wie­der nach Ams­ter­dam zu fah­ren, habe ich mir die Fotos ange­se­hen, die wir im Okto­ber letz­ten Jah­res gemacht haben, als wir zum ers­ten Mal in die nie­der­län­di­sche Stadt gefah­ren sind. Ein paar unse­rer foto­gra­fi­schen High­lights wer­de ich im Fol­gen­den ein­fach pos­ten, zusam­men mit der ein oder ande­ren Anek­do­te.

Für die Lese­rIn­nen, die die Stadt nicht ken­nen, erst ein­mal ein paar all­ge­mei­ne Ams­ter­dam-Wahr­hei­ten:

Ams­ter­dam ist die Stadt der Brü­cken, Grach­ten, schma­len (teil­wei­se schie­fen) Häu­ser, Haus­boo­te und Fahr­rä­der, wie man im Fol­gen­den sehen kann:

Es kann auch schon mal vor­kom­men, dass die Käna­le mit­ten in der Stadt für eine Ruder­boot­re­gat­ta genutzt wer­den.

Mit­un­ter kann es etwas schwie­rig wer­den, eine geeig­ne­te Park­lü­cke zu fin­den, was dar­an liegt, dass a) die Lücke zu klein ist, b) kei­ne Lücke vor­han­den ist, c) man nicht aus­stei­gen kann, weil man sonst ins Was­ser fal­len wür­de oder d) Fahr­rä­der dort geparkt wor­den sind. Klei­ne Autos haben also durch­aus Vor­tei­le bei der Park­platz­su­che in Ams­ter­dam.

Wie man viel­leicht schon weiß, gibt es ein gro­ßes Rot­licht­vier­tel mit­ten in der Stadt, unter ande­rem um den Kirch­platz der Oude Kerk her­um. Hier fin­det sich auch eine Sta­tue, die allen Sex­ar­bei­te­rin­nen gewid­met und bei Tou­ris­ten mitt­ler­wei­le ein belieb­tes Foto­mo­tiv ist.

Natür­lich fin­den sich in besag­tem Vier­tel auch the­ma­tisch pas­sen­de Spe­zi­al­ge­schäf­te …

Was wir beson­ders moch­ten, war das soge­nann­te Kat­ten­ka­bi­net: ein nied­li­ches, klei­nes Muse­um, in dem alles aus­ge­stellt ist, das sich mit Kat­zen beschäf­tigt — von Stoff­tie­ren bis Wer­bung und noch viel mehr …
Natür­lich strei­fen durch die Aus­stel­lungs­räu­me manch­mal auch die pas­sen­den tie­ri­schen Bewoh­ner, die sich aber auch in den net­ten Gar­ten zurück­zie­hen kön­nen, in dem es noch mehr Expo­na­te zu sehen gibt.