Norddeutsches Schietwetter … oder so

Wir müs­sen mal kurz über das Wet­ter reden. 

Vor unse­rer Abfahrt war die Wet­ter­vor­her­sa­ge für Amrum über­haupt nicht pri­ckelnd. Am ers­ten Tag auf der Insel hat­ten wir dann auch Nie­sel­re­gen und eher küh­les Wet­ter, bevor es abends plötz­lich auf­klar­te und son­nig und warm wur­de. Seit­dem hat­ten wir fast durch­ge­hend Traum­wet­ter — obwohl mei­ne Wet­ter-App auf dem Smart­pho­ne mir stän­dig Regen­wölk­chen anzeigt. Es ist warm (meis­tens über 20 Grad Cel­si­us) und die Son­ne hat unglaub­lich viel Kraft. Mei­ne mit­ge­nom­me­nen Schlecht­wet­ter-Kla­mot­ten brau­che ich kaum, bis auf abends mal einen Pul­li zum Über­zie­hen. Heu­te mor­gen war es rich­tig gehend schwül und ich war froh, als Wind auf­kam, der die Luft fri­scher wer­den ließ. Es ist so son­nig, dass ich schon fast eine gan­ze Tube Son­nen­creme ver­braucht habe und trotz­dem immer mal wie­der irgend­wo rot werde. 

Erschüt­ternd ist immer, nach einem Tag mit Traum­wet­ter zu hören oder zu lesen, dass in der Hei­mat wohl mal wie­der Schlecht­wet­ter ange­sagt war — Wind, Stark­re­gen und ähnliches. 🙁

Blick vom Deich aufs Meer bei purem Sonnenschein

Mit dem Drachen auf Du und Du

Wir haben es heu­te eher ruhig ange­hen las­sen und sind mit der kürz­lich neu erwor­be­nen Lenk­mat­te gen Strand gewan­dert. Der auf Bor­kum gekauf­te Lenk­dra­che mit Gestän­ge muss­te lei­der zuhau­se blei­ben, da er umständ­li­cher zu trans­por­tie­ren gewe­sen wäre. 

Wir haben ein biss­chen mit dem heu­ti­gen Ost­wind gekämpft, auch des­halb, weil er recht unre­gel­mä­ßig weh­te und unser Dra­che immer wie­der in Wind­lö­cher rein­ge­riet. Trotz allem war der ers­te Flug­ver­such mit “Mat­ti”, wie wir die Lenk­mat­te kur­zer­hand getauft haben, zufriedenstellend. 

Im Anschluss fin­det ihr des­halb auch exklu­si­ves Video­ma­te­ri­al von David beim Drachenfliegen: 

Und weil ich immer wie­der dran den­ken muss und vor­hin schon einen ganz schlim­mer Ohr­wurm hatte: 

Ein Montag auf Amrum

Mon­tag mor­gen, 09:00 in Nord­dorf auf Amrum. Alle stür­men den Ede­ka — wir mit­ten­drin. Ohne grö­ße­re Bles­su­ren haben wir es geschafft, unse­re Ein­käu­fe zu erle­di­gen und in die Feri­en­woh­nung zu brin­gen, wo erst ein­mal der Metall­ver­schluss des einen Ruck­sack­rie­mens riss. Ein beherz­ter Griff mei­ner­seits ret­te­te den Inhalt, aber geflucht habe ich trotzdem … 

Nach den oben beschrie­be­nen Ein­kaufs­er­leb­nis­sen kämpf­ten wir mit dem wech­sel­haf­ten Wet­ter. Son­ne, Wind, Regen — wir hat­ten von allem etwas. Unser ers­ter Spa­zier­gang durchs Dorf muss­te des­halb auch nach ca 1 Stun­de erst ein­mal unter­bro­chen wer­den. Mei­ne­r­ei­ner ist dank der fri­schen See­luft dann auch erst ein­mal prompt auf dem Sofa ein­ge­schla­fen, wäh­rend der Gat­te mir lesen­der­wei­se Gesell­schaft leistete.

Erst gegen Abend wur­de es rich­tig schön und son­nig. Wir hat­ten das Glück, fürs (glu­ten­freie) Abend­essen im Strand 33 einen Tisch auf der Ter­ras­se zu bekom­men — herr­li­cher Blick aufs Meer inklu­si­ve. Weil wir das traum­haf­te Wet­ter nut­zen woll­ten, sind wir danach noch am Strand ent­lang­spa­ziert und durch die Dünen wie­der in die Fewo zurückgelaufen. 

Fazit: Nach einem etwas holp­ri­gen Anfang wur­de die­ser Mon­tag immer bes­ser — das lässt für den Diens­tag hoffen! 😉 

Was Pferde mit Amrum und der A1 zu tun haben

Heu­te sind wir auf Amrum ange­kom­men. Den Weg haben wir jedoch mit einer Zwi­schen­über­nach­tung gemacht, damit es nicht so stres­sig wird.

Da kom­men die Pfer­de ins Spiel: die­se Über­nach­tung haben wir ent­lang der A1 geplant und waren im ibis Styles Hotel in Vech­ta.

Vech­ta ist als Stadt der Pfer­de bekannt und wie auf unse­rem Rück­weg von Rügen haben wir uns wie­der fast vor dem gro­ßen Pferd im Ein­gang erschrocken.

Lei­der war unser Lieb­lings­re­stau­rant in Vech­ta — die Elmen­dorffburg - geschlos­sen. Man baut dort die Küche um. Also haben wir statt­des­sen im hotel­ei­ge­nen Restau­rant — ein ita­lie­ni­sches Restau­rant namens Da Ser­gio — nach glu­ten­frei­en Mög­lich­kei­ten gefragt und wur­den nicht ent­täuscht! Die Küche weiß, was Sache ist und weist auch auf Kon­ta­mi­na­ti­on in der Frit­teu­se hin. Man hat sogar glu­ten­freie Nudeln zur Verfügung.

Nach einem reich­hal­ti­gen Früh­stück am nächs­ten Tag ging es wei­ter. Ich hat­te dem ibis Styles im Vor­feld Bescheid gesagt, dass wir glu­ten­frei früh­stü­cken müss­ten und man hat das an die Bäcke­rei im Haus wei­ter­ge­lei­tet. Die haben dann offen­bar erkannt, dass sie das nicht kön­nen und GF-Brot und ‑Bröt­chen zuge­kauft. Wir wur­den bes­tens ver­sorgt! Da das extra für uns besorgt wur­de durf­ten wir auch den Über­schuss mit­neh­men! So geht Service.

Heu­te also auf, in Rich­tung Fähre.

Binz

Unser ers­ter Gang sonn­tags — nach 8 Stun­den Auto­fahrt am Sams­tag hat­ten wir Lust auf Gam­meln — führ­te uns ins Inne­re von Binz, wo sich auch unse­re Feri­en­woh­nung befin­det. Binz ist ein typi­sches Ost­see­bad, direkt am Strand gele­gen, inklu­si­ve schö­ner alter Bäderarchitektur. 

Wir bum­mel­ten erst­mal gemüt­lich durch die Haupt­stra­ße und an der Strand­pro­me­na­de ent­lang. Kaf­fee und Cock­tail trin­ken muss­te natür­lich auch sein. Ges­tern Abend hat­ten wir das Glück, einem Stra­ßen­mu­si­ker auf der Strand­pro­me­na­de zuhö­ren zu kön­nen. Auch Leu­te gucken macht hier sehr viel Spaß, beson­ders, wenn man sich in einem Café oder einer Bar gemüt­lich nie­der­ge­las­sen hat. 😉 

Am Strand von Binz 
Vor­der­grund: der Gat­te, Hin­ter­grund: typi­sche Bäder­ar­chi­tek­tur von Binz 
Das Bin­zer “Ufo”: eigent­lich als Ret­tungs­turm anfangs der 1980er gebaut, heu­te Standesamt
Abend­stim­mung am Schmach­ter See in Binz

Rügen — wir sind Insel

Seit Sams­tag Abend sind wir auf Rügen, der größ­ten deut­schen Insel. Nach 8 Stun­den doch recht anstren­gen­der Fahrt hat­ten wir end­lich die Ost­see-Insel erreicht. Strah­len­der Son­nen­schein und küh­ler Wind emp­fin­gen uns, als wir mit dem Auto auf den Park­platz unse­rer Unter­kunft, der Vil­la Vogel­sang, fuh­ren.

Es war purer Zufall, der uns Rügen als Rei­se­ziel für die­sen Som­mer aus­wäh­len ließ. Mit­te / Ende Febru­ar, als wir anfin­gen, uns Gedan­ken über den Som­mer­ur­laub zu machen, kün­dig­te sich die Coro­na-Pan­de­mie an und wir beschlos­sen, mit jed­we­der Urlaubs­pla­nung zu war­ten. Das Stor­nie­ren einer geplan­ten Rei­se woll­ten wir uns ger­ne erspa­ren. Kurz vor den Som­mer­fe­ri­en, als eine Urlaubs­rei­se wie­der in den Bereich des Mög­li­chen gerückt war, beka­men wir den Tipp, dass man auf Rügen noch Unter­künf­te bekom­men kön­ne. Die Insel war für uns bei­de unbe­kann­tes Ter­rain, was uns neu­gie­rig mach­te, und Meer ist ja irgend­wie immer gut, also bemüh­ten wir uns um eine Ferienwohnung. 

Tat­säch­lich ist die­ser Urlaub — bis auf unse­ren Trip nach Prag 2015 — der ers­te Som­mer­ur­laub, bei dem wir nicht her­um­rei­sen. 2014 zog es uns von Brüg­ge / Bel­gi­en über Calais nach Corn­wall, 2016 fuh­ren wir durch die Pro­vence und 2017 durch Schott­land. Letz­tes Jahr erkun­de­ten wir nach­ein­an­der Hel­go­land, Ham­burg und den Süden Däne­marks. Coro­ra macht eben alles anders! 😉 

Ich packe meinen Koffer

Vor unse­rem Flug nach Tene­rif­fa wuss­te ich über­haupt nicht, was ich in den Kof­fer packen soll­te. Laut Inter­net konn­te man um die­se Jah­res­zeit auf der Insel zwi­schen 18 und 24 Grad Cel­si­us erwar­ten, doch vie­le, die schon dort gewe­sen waren, ver­si­cher­ten mir, dass ‘die­se Tem­pe­ra­tu­ren sich auf den Kana­ren ganz anders anfühlen.’ 

Also habe ich ver­sucht, mög­lichst viel­sei­tig zu packen: T‑Shirts (tags­über sehr pas­send), lan­ge Jeans­ho­sen (am bes­ten nicht in dunk­len Far­ben — Son­ne!), Capri­ho­sen (super!), dün­ne Ober­tei­le mit lan­gen Ärmeln (klas­se, kei­ne Son­nen­creme an den Armen), Hoo­die-Jacken zum Drü­ber­zie­hen (abends oder in höhe­ren Lagen wirk­lich not­wen­dig), sowie Snea­kers und mei­ne Bar­fuß­schu­he im Bal­le­ri­na-Stil (schön leicht, ange­nehm an wär­me­ren Tagen). 

Nachts wird es um die­se Jah­res­zeit auf Tene­rif­fa noch emp­find­lich kalt, Tem­pe­ra­tu­ren unter 10 Grad Cel­si­us waren kei­ne Sel­ten­heit. Wir hat­ten immer unse­re Jacken im Miet­wa­gen lie­gen, damit wir sie schnell über­zie­hen konn­ten, wenn wir noch spät unter­wegs waren. 

Wer natür­lich haupt­säch­lich einen Strand­ur­laub machen möch­te, braucht weni­ger war­me, prak­ti­sche Sachen und kann mehr leich­te Som­mer­sa­chen ein­pa­cken (Klei­der, Shorts, Pyja­ma-Pants, Flip-Flops…). Wer ger­ne die Insel erkun­den möch­te, braucht vor allem auch ordent­li­che Schu­he. Wan­der­schu­he oder gute Sport­schu­he scha­den nicht, vor allem, wenn man auch unweg­sa­me­re Stre­cken im Gebir­ge oder durch Lava­land­schaf­ten lau­fen möchte. 

Ganz wich­tig: Son­nen­creme. Selbst wenn es teil­wei­se an der Küs­te oder in Hang­la­gen win­dig ist, scheint die Son­ne doch kräf­tig und ver­brennt einen recht schnell. Wer den gan­zen Tag unter­wegs ist, soll­te also über einen dem­entspre­chend hohen Licht­schutz­fak­tor nach­den­ken, je nach Hauttyp. 

Bald geht es los…

Die­ses Mal haben wir uns ein etwas wei­te­res Zeil gesucht: Teneriffa.

Ich selbst bin kein Fan von hohen Tem­pe­ra­tu­ren. Da kommt einem die­se Insel sehr ent­ge­gen, wenn man zu Öster­li­cher Zeit dort ist.

Da wir aber natür­lich nicht die übli­chen Tou­ris­ten sind, haben wir kei­nes der vie­len tau­send Zim­mer in einem der gro­ßen Hotels gebucht. Etwas klei­nes, net­tes soll­te es sein.

Bei der Recher­che sind wir auf die Fin­ca La Raya gesto­ßen. Gan­ze sechs Zim­mer, schön gele­gen und her­vor­ra­gend bewer­tet. Auf mei­ne Anfra­ge hin ver­sprach man uns auch glu­ten­frei­es Frühstück.

Die Flü­ge waren eine ande­re Ange­le­gen­heit. Eigent­lich woll­ten wir mit Ryan­air ab Wee­ze flie­gen. Aber die flo­gen nur bis Ende März, im April wur­de der Lini­en­ver­kehr nach Tene­rif­fa anschei­nend ein­ge­stellt. Also habe ich recht teu­re Tickets ab Düs­sel­dorf gebucht, mit Lau­da­mo­ti­on (ist auch Ryan­air). Die­se Flü­ge jedoch wur­den zeit­lich auf sehr ungüns­ti­ge Zei­ten ver­legt (Abflug Sonn­tags mor­gens um 6…), aber wir hat­ten wegen der Ver­schie­bung um mehr als drei Stun­den das Recht, die zu stornieren.

Die neu­en Flü­ge mit bes­se­ren Zei­ten sind jetzt etwas chao­tisch. Hin­flug Düs­sel­dorf — Tene­rif­fa mit Con­dor, Rück­flug Tene­rif­fa — Köln/Bonn mit Ryain­air. Es wird spannend…

Wie immer hal­ten wir euch hier auf dem Laufenden 🙂

Wetter

Es ist kalt hier in Lon­don. Rich­tig kalt. Es hat kei­ne 10 Grad Cel­si­us, der Wind ist eisig und Nie­sel­re­gen haben wir auch öfter. Da wir nicht mit so kal­ten Tem­pe­ra­tu­ren gerech­net hat­ten, frie­ren wir jetzt ein bisschen.
Die Bri­ten sind übri­gens hart­ge­sot­te­ner. Man­che Män­ner lau­fen bei die­sem Wet­ter mit T‑shirt und kur­zer Hose her­um, vie­le Frau­en tra­gen Mini­rö­cke und San­da­len. Man ist hier eben ande­re Tem­pe­ra­tu­ren gewohnt.
Natür­lich bie­ten sich bei die­sen Wet­ter­ver­hält­nis­sen vor allem Akti­vi­tä­ten an, die nicht im Frei­en statt­fin­den. Muse­en sind eine gute Wahl. Wenn man doch ein­mal län­ger drau­ßen war, dann muss man irgend­wann Maß­nah­men gegen die alles durch­drin­gen­de Käl­te ergrei­fen. Kaf­fee oder Tee bie­ten sich hier an. Zu vor­ge­rück­ter Stun­de dür­fen es auch ein­mal stär­ke­re Sachen sein, die dann wun­der­bar von innen wär­men. Wir haben das für Euch getestet …

Sams­tag Abend im Pub

Heu­te Abend in der Hotelbar