Binz

Unser ers­ter Gang sonn­tags — nach 8 Stun­den Auto­fahrt am Sams­tag hat­ten wir Lust auf Gam­meln — führ­te uns ins Inne­re von Binz, wo sich auch unse­re Feri­en­woh­nung befin­det. Binz ist ein typi­sches Ost­see­bad, direkt am Strand gele­gen, inklu­si­ve schö­ner alter Bäder­ar­chi­tek­tur.

Wir bum­mel­ten erst­mal gemüt­lich durch die Haupt­stra­ße und an der Strand­pro­me­na­de ent­lang. Kaf­fee und Cock­tail trin­ken muss­te natür­lich auch sein. Ges­tern Abend hat­ten wir das Glück, einem Stra­ßen­mu­si­ker auf der Strand­pro­me­na­de zuhö­ren zu kön­nen. Auch Leu­te gucken macht hier sehr viel Spaß, beson­ders, wenn man sich in einem Café oder einer Bar gemüt­lich nie­der­ge­las­sen hat. 😉

Am Strand von Binz
Vor­der­grund: der Gat­te, Hin­ter­grund: typi­sche Bäder­ar­chi­tek­tur von Binz
Das Bin­zer “Ufo”: eigent­lich als Ret­tungs­turm anfangs der 1980er gebaut, heu­te Stan­des­amt
Abend­stim­mung am Schmach­ter See in Binz

Rügen — wir sind Insel

Seit Sams­tag Abend sind wir auf Rügen, der größ­ten deut­schen Insel. Nach 8 Stun­den doch recht anstren­gen­der Fahrt hat­ten wir end­lich die Ost­see-Insel erreicht. Strah­len­der Son­nen­schein und küh­ler Wind emp­fin­gen uns, als wir mit dem Auto auf den Park­platz unse­rer Unter­kunft, der Vil­la Vogel­sang, fuh­ren.

Es war purer Zufall, der uns Rügen als Rei­se­ziel für die­sen Som­mer aus­wäh­len ließ. Mit­te / Ende Febru­ar, als wir anfin­gen, uns Gedan­ken über den Som­mer­ur­laub zu machen, kün­dig­te sich die Coro­na-Pan­de­mie an und wir beschlos­sen, mit jed­we­der Urlaubs­pla­nung zu war­ten. Das Stor­nie­ren einer geplan­ten Rei­se woll­ten wir uns ger­ne erspa­ren. Kurz vor den Som­mer­fe­ri­en, als eine Urlaubs­rei­se wie­der in den Bereich des Mög­li­chen gerückt war, beka­men wir den Tipp, dass man auf Rügen noch Unter­künf­te bekom­men kön­ne. Die Insel war für uns bei­de unbe­kann­tes Ter­rain, was uns neu­gie­rig mach­te, und Meer ist ja irgend­wie immer gut, also bemüh­ten wir uns um eine Feri­en­woh­nung.

Tat­säch­lich ist die­ser Urlaub — bis auf unse­ren Trip nach Prag 2015 — der ers­te Som­mer­ur­laub, bei dem wir nicht her­um­rei­sen. 2014 zog es uns von Brüg­ge / Bel­gi­en über Calais nach Corn­wall, 2016 fuh­ren wir durch die Pro­vence und 2017 durch Schott­land. Letz­tes Jahr erkun­de­ten wir nach­ein­an­der Hel­go­land, Ham­burg und den Süden Däne­marks. Coro­ra macht eben alles anders! 😉

Ich packe meinen Koffer

Vor unse­rem Flug nach Tene­rif­fa wuss­te ich über­haupt nicht, was ich in den Kof­fer packen soll­te. Laut Inter­net konn­te man um die­se Jah­res­zeit auf der Insel zwi­schen 18 und 24 Grad Cel­si­us erwar­ten, doch vie­le, die schon dort gewe­sen waren, ver­si­cher­ten mir, dass ‘die­se Tem­pe­ra­tu­ren sich auf den Kana­ren ganz anders anfüh­len.’

Also habe ich ver­sucht, mög­lichst viel­sei­tig zu packen: T‑Shirts (tags­über sehr pas­send), lan­ge Jeans­ho­sen (am bes­ten nicht in dunk­len Far­ben — Son­ne!), Capri­ho­sen (super!), dün­ne Ober­tei­le mit lan­gen Ärmeln (klas­se, kei­ne Son­nen­creme an den Armen), Hoo­die-Jacken zum Drü­ber­zie­hen (abends oder in höhe­ren Lagen wirk­lich not­wen­dig), sowie Snea­kers und mei­ne Bar­fuß­schu­he im Bal­le­ri­na-Stil (schön leicht, ange­nehm an wär­me­ren Tagen).

Nachts wird es um die­se Jah­res­zeit auf Tene­rif­fa noch emp­find­lich kalt, Tem­pe­ra­tu­ren unter 10 Grad Cel­si­us waren kei­ne Sel­ten­heit. Wir hat­ten immer unse­re Jacken im Miet­wa­gen lie­gen, damit wir sie schnell über­zie­hen konn­ten, wenn wir noch spät unter­wegs waren.

Wer natür­lich haupt­säch­lich einen Strand­ur­laub machen möch­te, braucht weni­ger war­me, prak­ti­sche Sachen und kann mehr leich­te Som­mer­sa­chen ein­pa­cken (Klei­der, Shorts, Pyja­ma-Pants, Flip-Flops…). Wer ger­ne die Insel erkun­den möch­te, braucht vor allem auch ordent­li­che Schu­he. Wan­der­schu­he oder gute Sport­schu­he scha­den nicht, vor allem, wenn man auch unweg­sa­me­re Stre­cken im Gebir­ge oder durch Lava­land­schaf­ten lau­fen möch­te.

Ganz wich­tig: Son­nen­creme. Selbst wenn es teil­wei­se an der Küs­te oder in Hang­la­gen win­dig ist, scheint die Son­ne doch kräf­tig und ver­brennt einen recht schnell. Wer den gan­zen Tag unter­wegs ist, soll­te also über einen dem­entspre­chend hohen Licht­schutz­fak­tor nach­den­ken, je nach Haut­typ.

Bald geht es los…

Die­ses Mal haben wir uns ein etwas wei­te­res Zeil gesucht: Tene­rif­fa.

Ich selbst bin kein Fan von hohen Tem­pe­ra­tu­ren. Da kommt einem die­se Insel sehr ent­ge­gen, wenn man zu Öster­li­cher Zeit dort ist.

Da wir aber natür­lich nicht die übli­chen Tou­ris­ten sind, haben wir kei­nes der vie­len tau­send Zim­mer in einem der gro­ßen Hotels gebucht. Etwas klei­nes, net­tes soll­te es sein.

Bei der Recher­che sind wir auf die Fin­ca La Raya gesto­ßen. Gan­ze sechs Zim­mer, schön gele­gen und her­vor­ra­gend bewer­tet. Auf mei­ne Anfra­ge hin ver­sprach man uns auch glu­ten­frei­es Früh­stück.

Die Flü­ge waren eine ande­re Ange­le­gen­heit. Eigent­lich woll­ten wir mit Ryan­air ab Wee­ze flie­gen. Aber die flo­gen nur bis Ende März, im April wur­de der Lini­en­ver­kehr nach Tene­rif­fa anschei­nend ein­ge­stellt. Also habe ich recht teu­re Tickets ab Düs­sel­dorf gebucht, mit Lau­da­mo­ti­on (ist auch Ryan­air). Die­se Flü­ge jedoch wur­den zeit­lich auf sehr ungüns­ti­ge Zei­ten ver­legt (Abflug Sonn­tags mor­gens um 6…), aber wir hat­ten wegen der Ver­schie­bung um mehr als drei Stun­den das Recht, die zu stor­nie­ren.

Die neu­en Flü­ge mit bes­se­ren Zei­ten sind jetzt etwas chao­tisch. Hin­flug Düs­sel­dorf — Tene­rif­fa mit Con­dor, Rück­flug Tene­rif­fa — Köln/Bonn mit Ryain­air. Es wird span­nend…

Wie immer hal­ten wir euch hier auf dem Lau­fen­den 🙂

Wetter

Es ist kalt hier in Lon­don. Rich­tig kalt. Es hat kei­ne 10 Grad Cel­si­us, der Wind ist eisig und Nie­sel­re­gen haben wir auch öfter. Da wir nicht mit so kal­ten Tem­pe­ra­tu­ren gerech­net hat­ten, frie­ren wir jetzt ein biss­chen.
Die Bri­ten sind übri­gens hart­ge­sot­te­ner. Man­che Män­ner lau­fen bei die­sem Wet­ter mit T‑shirt und kur­zer Hose her­um, vie­le Frau­en tra­gen Mini­rö­cke und San­da­len. Man ist hier eben ande­re Tem­pe­ra­tu­ren gewohnt.
Natür­lich bie­ten sich bei die­sen Wet­ter­ver­hält­nis­sen vor allem Akti­vi­tä­ten an, die nicht im Frei­en statt­fin­den. Muse­en sind eine gute Wahl. Wenn man doch ein­mal län­ger drau­ßen war, dann muss man irgend­wann Maß­nah­men gegen die alles durch­drin­gen­de Käl­te ergrei­fen. Kaf­fee oder Tee bie­ten sich hier an. Zu vor­ge­rück­ter Stun­de dür­fen es auch ein­mal stär­ke­re Sachen sein, die dann wun­der­bar von innen wär­men. Wir haben das für Euch getes­tet …

Sams­tag Abend im Pub

Heu­te Abend in der Hotel­bar

Hallo, London!

03:15 Uhr: der Wecker klin­gelt.

03:20 Uhr: auf­ste­hen, fer­tig machen

04:25 Uhr: Abfahrt Rich­tung Flug­ha­fen Düs­sel­dorf.

Was viel­leicht nicht so reiz­voll klingt, haben wir frei­wil­lig gemacht, für unse­ren Kurz­trip nach Lon­don.
Mit nur wenig Ver­spä­tung ging unser Flie­ger. Ich muss geste­hen, dass ich vom Flug selbst kaum etwas mit­be­kom­men habe, da ich fast die gan­ze Zeit schla­fend ver­bracht habe. David hat gele­sen, wie auch immer er sich auf das Buch kon­zen­trie­ren konn­te. Bewun­derns­wert.

In Lon­don ist es käl­ter und reg­ne­ri­scher als momen­tan in Deutsch­land. Wäh­rend der Sight­see­ing-Tour im roten Dop­pel­de­cker, die wir zuerst gemacht haben, haben wir also erst ein­mal schön gefro­ren. Dafür sind wir an eini­gen tol­len Sehens­wür­dig­kei­ten vor­bei­ge­kom­men: Buck­ing­ham Palace, West­mins­ter Abbey, Houses of Par­lia­ment, Tower, Tower Bridge, West­mins­ter Bridge, The Shard, The Gher­kin …

Auf­ge­wärmt haben wir uns nach der Bus­tour in der St. Steven’s Tavern in White­hall. Tee und hei­ße Schock­o­la­de haben dafür gesorgt, dass es uns schnell bes­ser ging.

St. Steven’s Tavern

Musik für Schottland

Wenn man im Auto durch Schott­land fährt, gibt es Musik, die gefühlt bes­ser oder schlech­ter zur Atmo­sphä­re des Lan­des passt als ande­re. Hier ein paar per­sön­li­che Tipps für den rich­ti­gen Sound­track:

Loree­na McKen­nitt:
Die kel­ti­sche Kul­tur ist die Lei­den­schaft der kana­di­schen Sän­ge­rin, so auch kel­ti­sche Musik.

Saor Patrol:
Die schot­ti­sche Band macht so genann­ten “Medi­eval Rock”, haupt­säch­lich basie­rend auf Trom­meln und natür­lich dem Dudel­sack.

Enya:
Die iri­sche Sän­ge­rin dürf­te vie­len bekannt sein. Auch zur schot­ti­schen Land­schaft pas­sen ihre Stü­cke gut.

Blackmore’s Night:
Richie Black­mo­re und Can­di­ce Night haben ein Stück, das sogar den pas­sen­den Titel trägt.

Kurze Bustour durch Edinburgh

Wir sind (auch auf­grund des Wet­ters) mit dem Sight­see­ing-Bus durch Edin­burgh gefah­ren. Auf Wunsch eines ein­zel­nen Herrn, auch Vide­os zu machen, habe ich die Aus­sicht wäh­rend der Fahrt mal stre­cken­wei­se fest­ge­hal­ten: