Hallig Hooge

Ges­tern sind wir mit dem Adler-Express auf die zweit­größ­te deut­sche Hal­lig gefah­ren. Es war eine kur­ze Visi­te, denn man hat nur etwas mehr als 2 Stun­den Auf­ent­halt auf der Mini-Insel, aber zumin­dest reicht das für einen ers­ten Eindruck. 

Bis auf die Warf­ten (die klei­nen Hügel, auf denen die Gebäu­de ste­hen, um sie vor einer Über­flu­tung zu schüt­zen) ist die Hal­lig unglaub­lich flach. Das meis­te Land ist bedeckt mit Wie­sen vol­ler Wild­blu­men respek­ti­ve Wei­de­flä­chen für Vieh. Bäu­me (und somit auch Schat­ten) gibt es nur auf den Warf­ten, falls jemand so bedacht war, sie zu pflanzen. 

Die Wie­sen der Hal­lig Hoo­ge, mit einer Warft im Hintergrund. 

Die ein­zel­nen Warf­ten haben Namen, wie klei­ne Mini-Dör­fer, die jeweils nur aus weni­gen Häu­sern bestehen. Die Kir­che der Hal­lig hat sogar eine gan­ze Warft nur für sich. 

Kirch­warft
Im Innern der Kirche 
Der Boden besteht aus Sand und Muscheln, teil­wei­se bedeckt mit Holzbrettern

Wir haben lei­der in der kur­zen Zeit nur einen klei­nen Teil der Hal­lig gese­hen. Zudem war es ges­tern sehr warm (bis 27 Grad Cel­si­us) und es war doch recht anstren­gend, sich die gan­ze Zeit in der pral­len Son­ne auf­zu­hal­ten. Man hät­te auch Fahr­rä­der mie­ten kön­nen um die Hal­lig-Erkun­dung zu beschleu­ni­gen, aber Stress woll­ten wir uns halt eben auch nicht machen. 

Wer mag, kann auf Hoo­ge übri­gens auch Urlaub machen. Zum Abstand gewin­nen vom All­tags­stress und zum Run­ter­kom­men und Ent­span­nen ist das (für eine kur­ze Zeit zumin­dest) bestimmt eine tol­le Sache. 

Hoo­ge, vom Schiff aus gesehen 

Damals ™ und Heute

Hier auf Amrum gibt es viel Geschicht­li­ches. Ein Teil der Geschich­te ist der Enten­fang. Man hat bis in die 1930er in der soge­nann­ten Vogel­ko­je Wild­enten gefan­gen und zu Pas­te­ten etc. ver­ar­bei­tet. Heu­te ist es Natur­schutz­ge­biet und es gibt einen Lehr­pfad, der durch die schö­ne Natur führt.

Der Boh­len­weg durch die Vogelkoje
Der künst­li­che See der Vogelkoje

Von der Vogel­ko­je aus kann man noch wei­ter in die Ver­gan­gen­heit rei­sen, denn ein Weg führt zum Archäo­lo­gi­schen Are­al. Man begibt sich auf eine Zeitreise…

Die Zeit­rei­se beginnt…

Über die ver­schie­de­nen Jahr­hun­der­te (eini­ge Mei­len­stei­ne sind auf dem Weg ange­ge­ben, wie etwa die 1. und 2. Man­drän­ke) kommt man in die Eisen­zeit. Hier wur­de — mit viel Auf­wand und kom­plett in Hand­ar­beit (Wir befin­den uns mit­ten im Natur­schutz­ge­biet!) ein Eisen­zeit­li­ches Haus nach­ge­baut. Es steht auf einer Flä­che, die zu der Zeit wohl von etwa 5 Häu­sern bebaut war — ein rich­ti­ges klei­nes Dorf. Der Nach­bau ist ein Wohn­stall­haus und kann betre­ten werden:

Das Eisen­zeit­li­che Haus 
Der Ein­gang ins Haus
Die Stall­sei­te. In der Mit­te der gepflas­ter­te Teil der Stall­gas­se zum Ausmisten.
Der Wohn­teil mit Feu­er­stel­le und Schlaf-/Sitz­ge­le­gen­hei­ten

Das Haus ist auch tat­säch­lich bewohnt — aller­dings nicht von Men­schen. Die prak­ti­schen Bal­ken unter dem Dach sind von den Rauch­schwal­ben als Nist­platz aus­er­ko­ren wor­den, und so fin­det man dort Nes­ter mit Jun­gen vor.

Geht man dann wei­ter den Boh­len­weg ent­lang, kommt man bis in die Stein­zeit zurück und kann einen Dünen­hü­gel mit ein paar Find­lin­gen davor begut­ach­ten. Es han­delt sich um ein Stein­zeit­li­ches Hügel­grab, von dem jedoch nicht mehr viel zu sehen ist.

Der schö­ne Boh­len­weg geht wei­ter, jetzt ohne Zeitreise:

Lady in Red auf dem Bohlenweg

Der Weg führt durch die schö­ne Dünen­land­schaft bis zum Leit- und Quer­mar­ken­feu­er Nord­dorf, um das man her­um lau­fen kann. 

Das Leit- und Quer­mar­ken­feu­er wird aktu­ell neu lackiert.

Von dort aus hat man mal wie­der eine wun­der­ba­re Aussicht:

Blick in Rich­tung Sylt (am Hori­zont zu erah­nen dank Weitwinkelobjektiv)
Blick zum Inse­lin­ne­ren mit Boh­len­weg und unbe­kann­ter Mini-Ruine.

Am Wriakhörnsee

Am Sams­tag sind wir von Witt­dün aus zum Wriak­hörn­see gelau­fen, schön ent­spannt über einen Boh­len­weg mit Blick auf Dünen, Strand und Meer. Besag­ter See liegt mit­ten in den Dünen und ist unge­wöhn­li­cher­wei­se gefüllt mit Süß­was­ser — eine ziem­lich ein­zig­ar­ti­ge Sache! 

Der Wriak­hörn­see ist ein Para­dies für Vögel aller Art sowie (Hobby-)Vogelkundler, kann man die gefie­der­ten Tie­re hier doch bes­tens beob­ach­ten. Natür­lich kann man hier, auch ohne viel Ahnung von Vögeln zu haben, ein­fach ent­spannt spa­zie­ren gehen und die Natur genie­ßen. Einen extra Rast- und Vogel­be­ob­ach­tungs­platz gibt es auch. 

Der Wriak­hörn­see, nicht weit von Wittdün
Möwen auf dem See 

Wenn man vom See aus wei­ter durch die Dünen läuft, kommt man zu einem Aus­sichts­punkt, der sich wirk­lich lohnt. 

Blick aufs Meer bei Wittdün

Bergwanderung

Das Lied “In the Dut­ch Moun­tains” von The Nits kann sich ja — tech­nisch gese­hen — nur auf Dünen bezie­hen. Und Dünen sind für Nie­der­län­der und Inseln wie Amrum über­le­bens­wich­tig. Daher gibt es auf Amrum vie­le Dünen und man kann sie auf Boh­len­we­gen durchwandern.

Boh­len­weg in den Dünen west­lich von Norddorf.
Es gibt ab und an klei­ne Wäld­chen in den Dünen.

Die­ses Natur­wun­der wird bewohnt von vie­len klei­nen und etwas grö­ße­ren Tie­ren. Am auf­fäl­ligs­ten sind dabei die Vögel. Eini­ge sieht man beson­ders häu­fig, wie etwa Sil­ber­mö­ven und Fasane:

Sil­ber­mö­ve in der Düne
Fasa­nen­weib­chen — mit wuse­li­gen Jun­gen, die sich nicht foto­gra­fie­ren las­sen wollten.
Eine gar nicht scheue Rauch­schwal­be auf dem Gelän­der des Bohlenwegs.

Auf Amrum fin­det sich auch viel aus der Ver­gan­gen­heit, wie Hügel­grä­ber und Stein­grä­ber aus der Bron­ze­zeit. Eines davon liegt in den Nord­dor­fer Dünen und stammt von etwa 1.500 vor Christus:

Das Hügel­grab im Düüw­dääl (Tau­ben­tal) in den Dünen, frei­ge­legt im Coro­na-Lock­down.

Am Ende des Weges hat man dann noch eine schö­ne Aus­sicht über den Strand, von der Aus­sichts­platt­form mit dem pas­sen­den Namen “Him­mels­lei­ter”:

Der Weg zur Aus­sichts­platt­form — etwas krumm und schief, aber stabil.
Die Aus­sicht über den Strand und die Aus­läu­fer der Dünen

Strandspaziergang

Heu­te haben wir uns bei strah­len­dem Son­nen­schein auf­ge­macht zu einem Strand­spa­zier­gang rund um das Natur­schutz­ge­biet Amru­mer Odde. Der Rund­weg ent­lang des Mee­res führt einen um die Nord­spit­ze der Insel her­um und man kann nach Föhr und Sylt rüberwinken. 

Sylt, von der Amru­mer Odde aus gesehen

Da die Odde vor allem Vogel­schutz­ge­biet ist, tum­meln sich hier zahl­rei­che Feder­tie­re: Möwen und Aus­tern­fi­scher, beispielsweise. 

Der Wind war heu­te trotz schö­nen Wet­ters sehr hef­tig, wes­halb ich teil­wei­se etwas mit mei­ner Sicht zu kämp­fen hat­te — lag an den Haa­ren, die mir stän­dig ins Gesicht weh­ten … Dafür gab es bis­her kein ein­zi­ges Tröpf­chen Regen, son­dern fast durch­gän­gig strah­len­den Son­nen­schein. Die weni­gen Wölk­chen, die über uns her­weh­ten, waren alle­samt harm­los und freundlich. 

Der Strand lädt zum Bar­fuß­lau­fen ein! 

Da das lan­ge Lau­fen im Sand aber nun ein­mal anstren­gend ist, waren wir nach unse­rem Spa­zier­gang ziem­lich geschafft und sind nur noch ins Dorf gera­delt, um uns bei Car­lo ein Eis und einen Milch­kaf­fee bzw. einen Milks­ha­ke zu geneh­mi­gen. Alles war sehr lecker! 

Ziem­lich platt und faul haben wir uns anschlie­ßend im Gar­ten unse­rer Fewo auf die Lie­ge­stüh­le gewor­fen und den rest­li­chen Nach­mit­tag bei bes­tem Wet­ter ver­döst oder lesend verbracht. 

Wenn die Natur laut ist

Hier in Nord­dorf auf Amrum (sic!) ist es ruhig. Alle hal­be Stun­de kommt der Bus, es sind vie­le Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger unter­wegs, und das war es.

Läuft man durch die schö­ne Natur (Pfer­de­wei­den, Fel­der, Dünen) ist es mit der Ruhe vor­bei. Dort ist es laut. Nein, kei­ne Land­ma­schi­nen, Hub­schrau­ber oder ande­re men­schen­ge­mach­te Geräusche…

Aus­tern­fi­scher! Die Wiki­pe­dia schreibt dazu: “Aus­tern­fi­scher sind sehr ruf­freu­di­ge Vögel.”. Eine sehr wis­sen­schaft­li­che Umschrei­bung für “Das sind Schreihälse!”.

Trotz­dem ist es schön in der Natur und die vie­len Pfer­de und Grau­gän­se (bei­de fast unhör­bar) bevöl­kern die Wie­sen neben den Austernfischern.

Wir haben sie “Mupf-Vögel” getauft. Wer Mau­si kennt, weiß warum.

Die Insel Vilm

Am Frei­tag, unse­rem letz­ten ‘rich­ti­gen’ Urlaubs­tag, ging es per Schiff (“Jul­chen”) rüber zur Insel Vilm. Der Vilm, wie die Ein­hei­mi­schen sagen (vom alt­sla­wi­schen “Der Ulmen­hain”) ist Natur­schutz­ge­biet und für die Öffent­lich­keit gesperrt. Man kann eine Füh­rung buchen, was wir getan haben, und als Grup­pe über die Insel wan­dern.
Das Wet­ter war eher beschei­den und wech­sel­te zwi­schen tro­cken und feucht; letz­te­res bot die bei­den Optio­nen ‘Nie­sel­re­gen’ und ‘patsch­nass’. Gelohnt hat sich der Gang über die Insel auf jeden Fall!

Der Vilm, vom Boot aus gesehen 

Auf der Insel gibt es eine Sied­lung, die heu­te haupt­säch­lich von For­schern — Mee­res­bio­lo­gen und ähn­li­chem — genutzt wird. Sie ist zu Beginn der 1960er Jah­re ent­stan­den, als der Vilm für die Öffent­lich­keit gesperrt und zur Feri­en­oa­se für hohe SED-Par­tei­funk­tio­nä­re wur­de. Vor­her war er für alle Urlau­ber nutz­bar, was der Natur aber sehr gescha­det hat. 

Ein Teil der reno­vier­ten Sied­lung auf der Vilm

Wäh­rend der Wan­de­rung über die Insel erfährt man sehr viel Wis­sens­wer­tes über Flo­ra und Fau­na, aber auch über die Geschich­te der Insel. Bei­spiels­wei­se gibt es allein auf der Insel Vilm 48 bestä­tig­te Schne­cken­ar­ten, aber auch Maul­wür­fe und Füch­se (die im Som­mer, recht wenig Fut­ter fin­den und dank der noch nicht ganz rei­fen Mira­bel­len jetzt Durch­fall haben …). Ein See­ad­ler-Päar­chen brü­tet seit Jah­ren erfolg­reich auf der Vilm. Der Wald wird domi­niert von Laub­bäu­men und die weni­gen Nadel­bäu­me, die es noch gibt, wer­den wahr­schein­lich die nächs­ten 20 Jah­re nicht über­le­ben. Ursprüng­lich gab es in den euro­päi­schen Wäl­dern wohl kei­ne Nadel­bäu­me; sie sie­del­ten sich erst durch die Ein­grif­fe des Men­schen an. 

Im Gän­se­marsch die Anhö­he hinauf 
Beein­dru­cken­de Wuchs­for­men der Bäume 
Vom Blitz getrof­fe­ne Buche
Blick auf den Strand, aber: Schwim­men ver­bo­ten! (Natur­schutz­ge­biet …)
Man wun­dert sich nicht, dass sich die hohen Her­ren der DDR hier wohlfühlten … 

Wir waren begeis­tert von der seit Jah­ren unbe­rühr­ten Natur der Insel und haben die Exkur­si­on sehr genossen. 🙂 

Nationalpark Jasmund

Der Mitt­woch war kühl und ver­reg­net, doch Don­ners­tag mor­gen kam die Son­ne durch — das rich­ti­ge Wet­ter also für den Natio­nal­park Jas­mund und den berühm­ten Königsstuhl. 

Wir stell­ten unser Auto in Hagen auf dem Groß­park­platz ab (wei­ter darf man nicht fah­ren) und lie­fen Rich­tung Besu­cher­zen­trum am Königs­stuhl. Der kur­ze Weg (ca. 3 km) dort­hin ist ein­fach zu gehen (auch in Flip­Flops 😉 ) und schön. Zuerst sind wir in die Aus­stel­lung im Besu­cher­zen­trum gegan­gen: Infos zur Ent­ste­hung der Ost­see, zum Lebens­raum Meer und Wald und vie­les mehr erwar­tet einen hier. Man kann zwi­schen ver­schie­de­nen Audio­gui­de-Ver­sio­nen wäh­len, die einem zwar die­sel­ben Fak­ten ver­mit­teln, sie aber auf unter­schied­li­che Art dar­bie­ten (lus­tig vs. span­nend bei­spiels­wei­se). Danach haben wir die Aus­sicht auf die Krei­de­fel­sen genos­sen und sind über den Hoch­ufer­weg (ca. 8 km) zurück lau­fen. Im Gegen­satz zum Hin­weg emp­feh­len sich für den Hoch­ufer­weg ordent­li­che Schu­he (mind. Snea­kers, bes­ser: Bar­fuß­schu­he oder Wan­der­stie­fel) und auch ein gewis­ses Maß an Kon­di­ti­on. Die Stre­cke ist land­schaft­lich sehr schön und bie­tet dem Hob­by­fo­to­gra­fen loh­nens­wer­te Motive. 

Auf dem Hinweg 
Am Her­tha­see
David vor der soge­nann­ten “Vik­to­ria-Sicht” (vom spä­te­ren Kai­ser Wil­helm I. zu Ehren sei­ner Schwie­ger­toch­ter Vic­to­ria von Eng­land so benannt) 
Der Königs­stuhl

An den Krei­de­fel­sen selbst soll­te man — trotz aller Schön­heit — vor­sich­tig sein: Sie brö­ckeln leicht ab; der Unter­grund ist also nicht sta­bil! Am bes­ten hält man sich immer ein Stück von den Klip­pen ent­fernt, dann soll­te nichts passieren. 🙂 

Die westlichste dänische Insel

Am Mon­tag haben wir einen Aus­flug auf die Insel Rømø unter­nom­men. Es war dort küh­ler und win­di­ger als auf dem Fest­land, was wir bei­de sehr ange­nehm fan­den. Um ein wenig was von der Insel zu sehen, beschlos­sen wir, die Bän­ke abzu­fah­ren, die der Ver­ein ‘Ven­ner af Rømøs Natur’ auf­ge­stellt hat. Von den 20 exis­tie­ren­den Bän­ken haben wir 9 geschafft, da die Tour län­ger gedau­ert hat, als gedacht. Natür­lich haben wir an den Bän­ken jeweils Bil­der gemacht. Die Bän­ke laden an (teil­wei­se) unge­wöhn­li­chen Stel­len dazu ein, die Natur der Insel zu genie­ßen. Eine Kar­te, auf der alle Sitz­bän­ke ver­zeich­net sind, hat­ten wir uns im Tou­ris­ten­bü­ro geholt. 

Bank Nr. 9, direkt in den Dünen

Um zu Bank 6 zu gelan­gen, muss­ten wir erst ein­mal durch eine char­man­te Hei­de­land­schaft, durch­zo­gen von Rad- und Wan­der­we­gen, lau­fen. Dabei kamen wir am Høstbje­rg vor­bei, einem der höchs­ten Punk­te der Insel. Dort oben kann man wun­der­bar Fotos machen … 

Auf dem Høstbjerg 
Hier kann man auch die Haa­re episch im Wind wehen lassen … 

Unglaub­lich beein­dru­ckend ist der Strand von Rømø. Stel­len­wei­se ist er 4km breit und teil­wei­se mit dem Auto befahr­bar. Je nach­dem, wo man sich befin­det, kann man zur Insel Sylt hinüberwinken. 

Am Strand von Rømø 
Blick nach Sylt 
Son­nen­un­ter­gang am Meer 

Gene­rall haben wir fest­ge­stellt, dass Rømø zur Som­mer­zeit fest in deut­scher Urlau­ber­hand ist. Es gibt zahl­rei­che Feri­en­häu­ser, die man mie­ten kann und die beson­ders beliebt bei deut­schen Tou­ris­ten sind. 

Kleine, aber feine Orte

Zwei land­schaft­lich schö­ne Orte haben wir besucht, die jeweils auch ihre eige­ne Geschich­te haben. 

Am 26. waren wir im Kle­lund Dyre­have. Dabei han­delt es sich um ein Wald‑, Wie­sen- und Hei­de­ge­biet, das als Natur­schutz­ge­biet abge­trennt wur­de. Es führt eine Kies-Stra­ße hin­durch und vie­le Wan­der­we­ge, zudem gibt es einen Aus­sichts­turm. Man glaubt dar­an, dass die Natur sich selbst regu­liert, wenn man ihr den Raum dazu lässt. So kann es pas­sie­ren, dass man auf dem 1.400 Hekt­ar gro­ßen Gelän­de (wir erin­nern uns: Hel­go­land hat 170 Hekt­ar inklu­si­ve Düne) kei­nes der Rehe oder Wild­schwei­ne sieht. Was man jedoch auf jeden Fall trifft, sind Amei­sen. Die sind in solch gro­ßer Zahl ver­tre­ten, dass sogar ein Kin­der­spiel­platz im Gebiet “Amei­sen” als The­ma bekom­men hat.

Spiel­platz mit Amei­sen­kö­ni­gin-Rut­sche (im Hin­ter­grund), Amei­sen­hau­fen-Klet­ter­ge­rüst und lau­ter klei­nen Holzameisen.
Die fas­zi­nie­ren­de Archi­tek­tur des Aussichtsturmes.
Die schö­ne Aus­sicht. Klei­nes Blau­es Auto als Größenvergleich.

Am 28. haben wir dann noch einen klei­nen, alten Park besucht, der sich Chris­ti­ne­ro nennt, was soviel bedeu­tet wie “Chris­ti­nes Ruh’ ”. Er wur­de in den spä­ten 1700er Jah­ren von Chris­ti­ne Frie­de­ri­ca von Hol­stein ange­legt, die 1777 mit ihrem Mann zusam­men (Chris­ti­an Frie­de­rich von Hol­stein, er war ihr Cou­sin) einen nahe­ge­le­ge­nen Hof mit dem tol­len Namen Faver­vrå­gård gekauft hat­te. Sie nann­te den Gar­ten “Mei­ne Gedan­ken”, weil sie sich zum Nach­den­ken dort­hin zurück­zog. Heu­te ist es ein Park mit alten Bäu­men, in dem man wun­der­bar wan­deln kann. Den Namen bekam der Park erst nach ihrem Tod 1812. Die von ihr beauf­trag­ten Gebäu­se sind aber noch vorhanden.

Der Pavi­li­on, in dem man noch nett sit­zen kann.
Das Grab der Park­her­rin, schön zwi­schen den Bäu­men gelegen.
Wun­der­ba­rer alter Baumbestand.
Der Plan des Parks