Danske dyr (Dänische Tiere)

Wir sind mitt­ler­wei­le in Däne­mark ange­kom­men und haben hier ein net­tes B&B als Unter­kunft (dazu spä­ter mehr).

Ges­tern waren wir erst­mal im Zoo. Es gibt hier in der Nähe (in Lin­trup) einen nied­li­chen Zoo vol­ler nied­li­cher Tie­re: den Glad Zoo (däni­sche Sei­te mehr schlecht als recht von Goog­le über­setzt).

Die größ­ten Tie­re im Zoo sind Lamas, gefolgt von Alpa­kas. Alles ande­re ist klei­ner, aber den Tie­ren scheint es sehr gut zu gehen. Vie­le der Tie­re, die man sonst nie sieht, weil sie sich ver­ste­cken, sind hier ohne jeg­li­che Scheu zu bewun­dern:

Die Luch­se ver­hal­ten sich auch wie gro­ße Kat­zen.
Sel­te­ner Anblick: es gibt zwei nied­li­che jun­ge Luch­se!
Neu­gie­rig und Klet­ter­freu­dig sind sie.

Man konn­te am Ein­gang Tier­fut­ter kau­fen. Es han­del­te sich um klei­ne, rosa­ne Taler, die ähn­lich Kek­sen sehr fest sind. Eini­ge der Tie­re lie­ben die­se Lecker­lis anschei­nend sehr.

Das hier sind ech­te Nasen­bä­ren (Næsebjørn ). Sie waren unheim­lich scharf auf die Lecker­lis.
Mit viel Geschick (und Gefum­mel) wer­den die Lecker­lis durch den Zaun beför­dert.
Nied­li­che Weiss­bü­schel­af­fen gab es auch.
Die Grau­hörn­chen stan­den eben­falls auf die Lecker­lis.

Wirk­lich toll war das gro­ße, in Area­le unter­teil­te Frei­ge­he­ge. Man konn­te durch­lau­fen und die Tie­re (sodenn sie woll­ten) ganz aus der Nähe erle­ben:

Dreis­te Zie­gen. Wehe, man hat Lecker­lis!
Men­schen­scheue­re Kän­gu­rus und Emus (nicht im Bild)
Nied­li­che Rehe, die einem aus der Hand fra­ßen und Lamas (eben­falls nicht im Bild…)
Im Tro­pen­haus gab es außer viel hei­ßer Luft auch schö­ne Vögel.
Auch drau­ßen in den Volie­ren war die Vogel­welt sehr bunt.
Die Prä­rie­hun­de waren von den Lecker­lis eben­falls begeis­tert.

Wir waren in wirklich winzigen wundersamen Welten wandeln – Teil 3

Hier ist nun der Drit­te Teil, unse­re “Rei­se” durch Skan­di­na­vi­en. Im Zwei­ten Teil haben wir den neu­en Ita­li­en-Abschnitt mit Vene­dig vor­ge­stellt. Im Ers­ten Teil haben wir uns mit der Füh­rung hin­ter den Kulis­sen beschäf­tigt.

Wie gehabt gibt es auch hier mehr Bil­der als Text.

In der Skan­di­na­vi­schen Schnee­land­schaft feu­ern auch Eis­bä­ren Par­ties…
Skan­di­na­vi­scher Kar­ne­val ist nur war für Käl­te­un­emp­find­li­che…
Auch ein Eis­ho­tel gibt es hier. Hei­zen ver­bo­ten.
Auch Pip­pi Lang­strumpf darf nicht feh­len.
Was eben­falls nicht feh­len darf ist die fin­ni­sche Sau­na
Es gibt auch fin­ni­sche Wohn­wä­gen. Wahr­schein­lich ein zuge­zo­ge­ner Nie­der­län­der…
Typi­sches skan­di­na­vi­sches Dorf
Bahn­hof einer schwe­di­schen Klein­stadt.
Flower­Power-Fes­ti­val. Man beach­te das beblüm­te Wohn-Ei am lin­ken Fes­ti­val-Rand.

Wir waren in wirklich winzigen wundersamen Welten wandeln — Teil 2

Dies hier ist der Zwei­te Teil, in dem wir den neu­en Ita­li­en-Abschnitt mit Vene­dig vor­stel­len. Im Ers­ten Teil haben wir uns mit der Füh­rung hin­ter den Kulis­sen beschäf­tigt. Im Drit­ten Teil zei­gen wir dann Skan­di­na­vi­en.

Auch hier las­se ich wie­der Bil­der spre­chen. Das ver­mit­telt die bes­ten Ein­drü­cke 🙂

Typisch ita­lie­ni­sches Berg­dorf.
Sich aus­ru­hen­de Wan­de­rer in den ita­lie­ni­schen Ber­gen.
Auch unter den Wun­der­län­dern gibt es neu­gie­ri­ge Jungs…
Rom auf engs­tem Raum. Fast mit­tig das Natio­nal­denk­mal für Vik­tor Ema­nu­el II. Links eine Run­dung vom Kolos­se­um. Hin­ten links prä­sen­tiert sich ein Teil des Peters­doms, hin­ten rechts sieht man die Fas­sa­de des Haupt­bahn­hofs Roma Ter­mi­ni. Die ande­ren Gebäu­de sind uns unbe­kannt, Tipps bit­te in die Kom­men­ta­re.
Hier arbei­ten auch Bären am kolos­se­um.
Auf der Spa­ni­schen Trep­pe ist viel los!
Des Nachts erscheint hier eine Schat­ten­kat­ze.
Vene­dig bei Nacht
Viel besucht: die Rial­to­brü­cke
Der Kar­ne­val in Vene­dig ist bunt!
Im “Par­co dei Mos­tri” gibt es Unge­heu­er zu sehen.
In der Wes­tern­dorf-Kulis­se wer­den Ita­lo-Wes­tern gedreht. Moment… Ita­lo-Sau­ri­er-Wes­tern?
Tags­über fährt auf Knopf­druck eine klei­ne Fuchur-Bahn über den Park.
Auch die typi­sche Klein­stadt an der Amal­fi-Küs­te ist nachts bunt erleuch­tet. auf Knopf­druck gibt es hier in der lin­ken Stadt­hälf­te den typisch ita­lie­ni­schen Strom­aus­fall.
Auch die Rui­nen von Pom­pe­ji dür­fen nicht feh­len. Am lin­ken Rand gibt es auch einen (fik­ti­ven) erhal­te­nen Teil Pom­pe­jis, in dem his­to­ri­sches Stadt­le­ben zu sehen ist.
Wo Pom­pe­ji ist, kann der Vesuv nicht weit sein.
Und wie sich das für den Visuv (und das MiWu­La) gehört, bricht die­ser natür­lich auch aus! Jede Nacht (also ca. alle 15 Minu­ten) ergießt sich die Lava auf den Berg­hang.

Wir waren in wirklich winzigen wundersamen Welten wandeln — Teil 1

Zum Minia­tur­Wun­der­Land brau­che ich wohl nicht all­zu viel zu sagen, den­ke ich. Man hat in Repor­ta­gen schon eini­ges gese­hen und so manch einer (wie auch ich) hat sich im You­Tube-Kanal des MiWu­Las schon über Tech­nik, Ent­wick­lungs­ar­beit und Pro­ble­me beim Bau infor­miert.

Wir wer­den den Besuch in meh­re­re Tei­le auf­tei­len, denn wir haben ges­tern sat­te acht (8!) Stun­den dort ver­bracht und dabei nicht­mal alles gese­hen. Dies hier ist der Ers­te Teil, der sich mit der Füh­rung hin­ter den Kulis­sen beschäf­tigt. Im Zwei­ten Teil wer­den wir den neu­en Ita­li­en-Abschnitt mit Vene­dig vor­stel­len, und im Drit­ten Teil dann Skan­di­na­vi­en. Mehr haben wir nicht geschafft, es wur­de uns auch zu wuse­lig. Zudem war Ita­li­en brand­neu und Skan­di­na­vi­en beim letz­ten Besuch unser letz­ter Abschnitt, den wir dann nicht ganz geschafft hat­ten.

Für einen spä­te­ren Besuch heben wir uns die aktu­el­len Bau­stel­len auf, die Lust auf die Zukunft machen: Es wird eine neue Kir­mes in Knuf­fin­gen geben und die Pro­vence sowie Mona­co (mit Renn­stre­cke!) sind im Bau.

Zum Start haben wir eine Füh­rung hin­ter den Kulis­sen mit­ge­macht, was wirk­lich fas­zi­nie­rend war:

Im sogen­an­ten Schat­ten­bahn­hof küh­len die Loks ab, ohne dass die Besu­cher davon etwas mit­be­kom­men. Hier par­ken auch Züge, für die gera­de kein Platz ist, damit man nicht immer die sel­ben sieht.
Die Wege und Gän­ge hin­ter der Anla­ge sind eng. Des­halb dür­fen auch nur sechs Leu­te mit auf eine Füh­rung.
Hier wer­den die selbst­fah­ren­den Autos des Wun­der­lan­des gela­den — über Kon­tak­te der Außen­spie­gel.
Die Schif­fe für das gro­ße Echt­was­ser­be­cken müs­sen hier im Schat­ten­ha­fen geparkt wer­den.
Eine sehr gro­ße Lade­sta­ti­on — hier für die gan­zen Fahr­zeu­ge des Knuf­fin­gen Air­port.
Der Start eines KLM-Flie­gers von der Rück­sei­te der Anla­ge gese­hen.

Fun, fun, fun!

Wir haben am Sams­tag hier in Ham­burg ein Muse­um besucht, das kei­nes ist. Denn im Gegen­satz zu ande­ren Muse­en soll man sich hier in die Aus­stel­lungs­stü­cke bege­ben und soll auch gaanz vie­le Fotos machen.

Ein Japa­ner namens Masa­shi Hat­to­ri aus Tokio macht 3D-Kunst­wer­ke, und die kann man hier im “Mind­ways” erle­ben:

Man soll­te den Tria­den nicht im Wege ste­hen…
Auch Rei­ten will gelernt sein!
Neu­er Job: Glat­zen­po­lie­rer.

Entspannung in der Großstadt

Wer inmit­ten einer Groß­stadt wie Ham­burg Ruhe und Ent­span­nung sucht, hat zwei Mög­lich­kei­ten. Man kann ent­we­der ein (oft teu­res) Eta­blis­se­ment mit Sau­na und Co. besu­chen, oder sich in einen schö­nen, ruhi­gen Park bege­ben.

Ham­burg hat meh­re­re Parks, aber unüber­trof­fen ist der welt­größ­te Park­fried­hof in Ohls­dorf. Mit 389 Hekt­ar ist er mehr als dop­pelt so groß wie Hel­go­land (170 Hekt­ar inkl. Düne!). Er hat Ver­kehrs­stra­ßen (Durch­gangs­ver­kehr nicht gestat­tet, max. 30 km/h) und wird von zwei Bus­li­ni­en an 22 Hal­te­stel­len ange­fah­ren.

Hier lie­gen auch eini­ge Berühmt­hei­ten wie Hans Albers oder Hel­mut Schmidt samt sei­ner Frau Loki. Wer mehr wis­sen möch­te, dem sei der extrem aus­führ­li­che Wiki­pe­dia-Arti­kel ans Herz gelegt.

Für uns gab es viel Platz zum Schlen­dern, Ent­span­nen und Fotos machen:

Kunst­voll gemei­ßel­ter Grab­stein eines Kapi­täns.
Der Mar­ga­re­then­brun­nen an der Cor­des­al­lee, erbaut zur Bun­des­gar­ten­schau 1953
Über­all als Farb­tup­fer oder ‑flä­chen zu fin­den: Chi­ne­si­sche Schein­quit­ten
Die Paar­an­la­ge. Hier sind Urnen­grä­ber von Paa­ren (teil­wei­se noch halb belegt)
Die sehr pas­sen­de und stil­vol­le Sta­tue in der Paar­an­la­ge
Kapel­le 2, das ältes­te Gebäu­de des Fried­ho­fes.
Gän­se­blüm­chen im Apfel­hain des Fried­ho­fes.

Faszination Technik

Unse­re Hel­go­land-An- und Abrei­se war sehr bequem im “Halun­der Jet” der FRS Hel­go­Li­ne.

Der “Halun­der Jet” kann auf der Stel­le dre­hen. Bild dreist von helgoline.de gela­den.

Der 16 Mil­lio­nen teu­re Kata­ma­ran hat sei­nen Namen vom Hel­go­län­der Frie­sisch. Der Eigen­na­me des Dia­lek­tes ist näm­lich “Halun­der”. Seit 2018 ist der “Halun­der Jet” jetzt in Betrieb und eines der moderns­ten Fähr­schif­fe. Mit Water­jet Pro­pul­si­on-Antrieb (Es wer­den vier star­ke Was­ser­strah­len erzeugt, die den Kata­ma­ran antrei­ben und so auch extre­me Manö­ver wie die oben gezeig­te Dre­hung ermög­li­chen) schafft das Schiff sat­te 35 Kno­ten (ca. 66 km/h) als Höchst­ge­schwin­dig­keit.

Aus­ge­stat­tet mit einer moder­nen Bewe­gungs-Absorb­ti­ons-Anla­ge ist die Über­fahrt sehr ruhig (außer bei schwe­rem See­gang, aber auch da schafft die Anla­ge es, nur die gro­ßen Schwan­kun­gen durch­zu­las­sen und alles ande­re bleibt dem Pas­sa­gier erspart). Gera­de in unse­rer Pre­mi­um Class ist die Über­fahrt sehr bequem. Brei­te, kom­for­ta­ble Sit­ze, fes­te Tische an jedem Platz, viel Bein­frei­heit, der bereits erwähn­te Kaf­fee-Auto­mat und schö­ne Gro­ße Fens­ter machen die Anrei­se schon zum Urlaub.

An Bord gibt es über­all Moni­to­re, die abwech­selnd die aktu­el­le Posi­ti­on des Schif­fes (samt Geschwin­dig­keit), Live-Kame­ra­bil­der von vor­ne und hin­ten sowie Infor­ma­tio­nen, Eigen­wer­bung und den obli­ga­to­ri­schen Sicher­heits­film (mit Humor auf Hel­go­land gedreht) anzei­gen.

Kurz vor der jewei­li­gen Ankunft gibt es dann noch ein pas­sen­des Lied. Zwar hat das Schiff 16 Mil­lio­nen gekos­tet, aber für ver­nünf­ti­ge Laut­spre­cher hat es lei­der nicht gereicht. Nicht all­zu tra­gisch: auf dem Hin­weg war es Rolf Zuc­k­ow­skis eigens kom­po­nier­tes Lied “Halun­der Jet”, auf dem Rück­weg das Lied “Kata­ma­ran” von Hans Hartz.

Sehr unter­halt­sam auch die bei­den Ani­ma­ti­ons-Kurz­fil­me, die unter­wegs gezeigt wur­den:

Ani­m­ani­mals: Zebra
Ani­m­ani­mals: Cow

Aus der Serie gibt es noch mehr 🙂
Etwas län­ge­re Fas­sun­gen und deut­lich mehr Fol­gen gibt’s bei KiKa!

Alles in allem ist es ein sehr beque­mes Rei­sen, auf die­sem schnel­len und schi­cken Kata­ma­ran. Wer nach Hel­go­land möch­te, kann kaum beque­mer dort­hin kom­men. Der “Halun­der Jet” fährt von Ham­burg über Wedel und Cux­ha­ven nach Hel­go­land, man kann an allen drei Sta­tio­nen zustei­gen. Das berühm­te “Aus­boo­ten” hin­ge­gen ent­fällt für Pas­sa­gie­re des “Halun­der Jet” und der “Hel­go­land”, alle ande­ren müs­sen wie gehabt mit den berühm­ten Bör­te­boo­ten von den Schif­fen wie “Fair Lady”, “Fun­ny Girl” und der “Lady von Büsum” an Land gebracht wer­den.

Unterwelt des Oberlandes

Ges­tern haben wir eine Neun­zig­mi­nü­ti­ge Füh­rung durch den erhal­te­nen Teil des zivi­len Luft­schutz­bun­kers mit­ge­macht und dabei wie­der eini­ges über Hel­go­lands Geschich­te erfah­ren.

Zum Bei­spiel muss ich eine Aus­sa­ge zum bereits erwähn­ten “Big Bang” kor­ri­gie­ren. Der Spreng­be­fehl umfass­te expli­zit nicht die gesam­te Insel, son­dern nur die mili­tä­ri­schen Anla­gen. Des­halb ist der Zivi­le Luft­schutz­bun­ker auch erhal­ten geblie­ben, zumin­dest teil­wei­se. Ein Teil des Fuchs­baus und der Wed­din­gen­stol­len sind heu­te begeh­bar:

Die Lage der Stol­len im Fels des Ober­lan­des
Der Wed­din­gen­stol­len in fast vol­ler Län­ge.
Eines von zwei heu­te noch funk­tio­nie­ren­den Not-Tele­fo­nen.

Die­ser Bun­ker hat damals bei einem der größ­ten Angrif­fe auf Hel­go­land (inner­halb von weni­ger als zwei Stun­den sind fast 7.000 Bom­ben auf Hel­go­land abge­wor­fen wor­den) der gesam­ten Zivil­be­völ­ke­rung das Leben geret­tet. Da trotz­dem am nächs­ten Tag noch zurück­ge­schos­sen wur­de (die Bom­ben konn­ten die 3m Stahl­be­ton der wich­tigs­ten Flak-Stel­lun­gen nicht durch­drin­gen) kam ein zwei­ter Angriff mit pas­sen­der Muni­ti­on, der so hef­tig war, dass selbst der Bun­ker wackel­te wie ein Schiff auf See. Danach war kei­ne mili­tä­ri­sche Gegen­wehr mehr mög­lich.

Die Hel­go­län­der Zivil­be­völ­ke­rung war­te­te noch einen Tag. Als alles ruhig blieb, beschloss man die Rück­kehr zur Ober­flä­che. Es dau­er­te drei Tage, sich frei zu bud­deln, weil die Ein­gän­ge ver­schüt­tet waren. Oben fand man nichts mehr vor. Nur der Flak-Kom­man­do­turm stand noch (heu­te ver­wen­det als neu­er Leucht­turm), alles ande­re war nur noch Schutt. Dar­auf­hin wur­de Hel­go­land eva­ku­iert.

Der mili­tä­ri­sche Teil des Bun­kers war damals sehr viel grö­ßer. Es gab eine Groß­bä­cke­rei, die für 4.000 Men­schen Brot backen konn­te, eine unter­ir­di­sche Bahn vom Hafen bis in die Nord­spit­ze Hel­go­lands und vie­les mehr. Die Bahn ermög­lich­te es, die oben sta­tio­nier­ten Geschüt­ze von unten mit Nach­schub zu ver­sor­gen.

Alle mili­tä­ri­schen Instal­la­tio­nen wur­den gesprengt, wodurch das Ober­land deut­lich klei­ner wur­de. In der soge­nann­ten “Raum­an­la­ge”, wo die Bäcke­rei unter­ge­bracht war, gab es auch ein Kran­ken­haus. Heu­te steht das Hel­go­län­der Kran­ken­haus an der sel­ben Stel­le, aller­dings nicht mehr unter­ir­disch, da die gesam­te Süd­spit­ze bei der Spren­gung zer­stört wur­de. Heu­te bil­det die­ser Teil das “Mit­tel­land”.

Hel­go­lands Fel­sen­form vor und nach der Spren­gung.

Sehenswertes und Wissenswertes

Hel­go­land bie­tet viel Geschich­te auf engs­tem Raum. Das Hel­go­län­der Muse­um bie­tet in die­ser Hin­sicht vie­le Infor­ma­tio­nen, aber auch die Info-Tafeln zu ver­schie­de­nen The­men aus Geschich­te und Natur­wis­sen­schaft bie­ten eine Fül­le an Infor­ma­tio­nen.

Im Muse­ums­hof mit Modell-Hum­mer­bu­den zu ver­schie­de­nen The­men der Hel­go­län­der Geschich­te und einem Modell-Leucht­turm, in dem die Geschich­te der Hel­go­län­der See­not­ret­tung unter­ge­bracht ist. (Inklu­si­ve Spen­den­schiff­chen der DGzRS)

Durch die Hoch­see-Lage (Hel­go­land bezeich­net sich ger­ne als ein­zi­ge Hoch­see-Insel Deutsch­lands, was sie nomi­nell gar nicht ist, weil sie noch auf dem Kon­ti­nen­tal-Shelf liegt) gibt es hier Tie­re und Pfan­zen, die es sonst nir­gend­wo in Deutsch­land gibt oder sogar in Euro­pa sel­ten sind.

Auch die Geschich­te hat viel mit­ge­macht. Als stra­te­gi­scher Stütz­punkt wäh­rend der Krie­ge gehör­te Hel­go­land immer zu den umkämpf­ten Punk­ten der See. Im Lau­fe der Jahr­hun­der­te war es dänisch, eng­lisch und jetzt deutsch. Die Hel­go­län­der selbst sehen sich als frie­sisch.

Am Ende des zwei­ten Welt­krie­ges war Hel­go­land ein Mili­tär­stütz­punkt und die gesam­ten mili­tä­ri­schen Anla­gen soll­ten zer­stört wer­den. Mit der laut Exper­ten größ­ten nicht-nuklea­ren Spren­gung der Geschich­te (hier nennt man es “Big Bang”) von 6,7 Kilo­ton­nen hat man ver­sucht, Hel­go­land dem Erd­bo­den Mee­res­spie­gel gleich zu machen.

Aber die Insel ist so stör­risch wie die See und war nur ein wenig zur Kra­ter­land­schaft gewor­den. Sämt­li­che Bebau­ung war zer­stört, aber das hielt ein paar Stu­den­ten 1952 nicht davon ab, die Insel fried­lich wie­der zu beset­zen.

Sehr schön fest­ge­hal­ten wur­de die Zer­stö­rung vom berühm­ten hel­go­län­der Foto­graf Franz Schen­sky. Er hat außer­dem sehr vie­le wun­der­ba­re Meer- und Hel­go­land-Auf­nah­men gemacht, die in Schwarz/Weiss sehr beein­dru­cken. Auch von ihm hat das Muse­um Hel­go­land eine Dau­er­aus­stel­lung.

Laufen, Essen, Staunen

Hel­go­land ist in vie­len Din­gen eine beson­de­re Insel. Es gibt hier kei­ne Fahr­rä­der (Aus­nah­men: Kin­der bis 12 Jah­re und zwei Dienst­fahr­rä­der der Poli­zei) und kaum Autos (in der deut­schen StVO sind sowohl Fahr­rad­ver­bot als auch Auto­ver­bot ver­an­kert). Die ca. 140 Son­der­ge­neh­mi­gun­gen gehen alle­samt an die min­des­tens nöti­gen Ver­kehrs­mit­tel: Elek­tri­sche Trans­port­fahr­zeu­ge (ähn­lich den Kof­fer-Autos auf dem Roll­feld am Flug­ha­fen), die sämt­li­che Lie­fer­fahr­ten und Gepäck­diens­te machen, zwei (!) Elek­tro-Taxen, Feu­er­wehr, Ret­tungs­dienst und Bau­fahr­zeu­ge. Vie­le Hel­go­län­der sind mit Tret­rol­lern unter­wegs (das ist ja kein Fort­be­we­gungs­mit­tel, son­dern ein Sport­ge­rät!). Alles ande­re wird zu Fuß erle­digt. Da man in sehr kur­zer Zeit ein­mal um die Insel drum­her­um lau­fen kann, stört das auch nicht wirk­lich.

Beim Lau­fen kann man auch viel auf der Insel bestau­nen:

Bun­te Hum­mer­bu­den am Süd­ha­fen
Ber­li­ner Bär
Blick auf den Ort mit Kirch­turm
Hel­go­län­der Leucht­turm
Blick auf den Lum­men­fel­sen und die Lan­ge Anna

Am Abend haben wir dann her­vor­ra­gend im Atlan­tis geges­sen, wo glu­ten­freie Zube­rei­tung auch kein Fremd­wort ist. Es gab gebra­te­ne Schol­le Büsu­mer Art (mit Krab­ben und gut gewürz­ten Kar­tof­feln) für Tan­ja und den “Steak-Tel­ler Atlan­tis” mit Schmor­ge­mü­se, Brat­kar­tof­feln, Kräu­ter­but­ter und vier ver­schie­de­nen Steaks für mich. Als Nach­tisch lecke­re Beer­engrüt­ze mit Vanil­le­eis und Sah­ne für mich und Bailey’s für Tan­ja. Ein tol­les, emp­feh­lens­wer­tes Lokal, bei dem wir mor­gen gleich auch noch mal einen Tisch reser­viert haben! 😀