Lieblingskneipe

Schon letz­ten Herbst, aber auch die­ses Jahr wie­der, gehen wir auf Bor­kum ger­ne in den Pfer­de­stall. Die uri­ge Knei­pe — der Name ist Pro­gramm — bie­tet von Früh­stück über Abend­essen bis zu Cock­tails alles. Die Aus­wahl an Alko­ho­li­ka (beson­ders für die Cock­tails) ist dem­entspre­chend auch enorm.

Pina Cola­da im Pfer­de­stall

Da der Pfer­de­stall nicht nur bei uns beliebt ist, wird es vor allem abends ger­ne mal sehr voll. Prak­ti­scher­wei­se kann man auch drau­ßen sit­zen. Für frie­ren­de Men­schen (mich zum Bei­spiel) lie­gen Decken bereit. Außer­dem ste­hen im Außen­be­reich gro­ße Heiz­strah­ler.

Man soll hier auch glu­ten­frei früh­stü­cken sowie am Wochen­en­de gf Waf­feln genie­ßen kön­nen, aber das haben wir bis­her noch nicht getes­tet. Am Frei­tag kurz vor unse­rer Abrei­se sind wir auf einen letz­ten Kaf­fee in den Pfer­de­stall gesprun­gen (der Wind war eis­kalt und lud nicht zum Spa­zie­ren­ge­hen ein), der nicht nur gut schmeck­te, son­dern auch hübsch aus­sah.

Milch­kaf­fee im Pfer­de­stall

Fazit: Ger­ne wie­der und nur zu emp­feh­len!

Insel-Impressionen

Bor­kum ist eine wun­der­ba­re Insel, um zu ent­span­nen, abzu­schal­ten und zu genie­ßen. Natür­lich haben wir auch genau dies wie­der getan. Von einem ver­reg­ne­ten Vor­mit­tag ein­mal abge­se­hen, konn­ten wir uns auch über das Wet­ter nicht beschwe­ren. Teil­wei­se weh­te ein küh­ler Küs­ten­wind, aber wozu gibt es schließ­lich war­me Klei­dung?

Selbst­ver­ständ­lich haben wir eini­ge beson­ders stim­mungs­vol­le Momen­te foto­gra­fisch fest­ge­hal­ten. Hier ein­fach mal ein bun­tes Sam­mel­su­ri­um an Ein­drü­cken von Bor­kum:

Alter Leucht­turm
Kuh auf dem Bal­kon der Schu­le
Herbst­son­ne
Son­nen­un­ter­gang am Meer
Neu­er Leucht­turm in der Abend­dämm­me­rung
Am Hoo­ge Hörn
Strand­pro­me­na­de
Damit man den Strand auch wirk­lich fin­det …

Die westlichste dänische Insel

Am Mon­tag haben wir einen Aus­flug auf die Insel Rømø unter­nom­men. Es war dort küh­ler und win­di­ger als auf dem Fest­land, was wir bei­de sehr ange­nehm fan­den. Um ein wenig was von der Insel zu sehen, beschlos­sen wir, die Bän­ke abzu­fah­ren, die der Ver­ein ‘Ven­ner af Rømøs Natur’ auf­ge­stellt hat. Von den 20 exis­tie­ren­den Bän­ken haben wir 9 geschafft, da die Tour län­ger gedau­ert hat, als gedacht. Natür­lich haben wir an den Bän­ken jeweils Bil­der gemacht. Die Bän­ke laden an (teil­wei­se) unge­wöhn­li­chen Stel­len dazu ein, die Natur der Insel zu genie­ßen. Eine Kar­te, auf der alle Sitz­bän­ke ver­zeich­net sind, hat­ten wir uns im Tou­ris­ten­bü­ro geholt.

Bank Nr. 9, direkt in den Dünen

Um zu Bank 6 zu gelan­gen, muss­ten wir erst ein­mal durch eine char­man­te Hei­de­land­schaft, durch­zo­gen von Rad- und Wan­der­we­gen, lau­fen. Dabei kamen wir am Høstbje­rg vor­bei, einem der höchs­ten Punk­te der Insel. Dort oben kann man wun­der­bar Fotos machen …

Auf dem Høstbje­rg
Hier kann man auch die Haa­re episch im Wind wehen las­sen …

Unglaub­lich beein­dru­ckend ist der Strand von Rømø. Stel­len­wei­se ist er 4km breit und teil­wei­se mit dem Auto befahr­bar. Je nach­dem, wo man sich befin­det, kann man zur Insel Sylt hin­über­win­ken.

Am Strand von Rømø
Blick nach Sylt
Son­nen­un­ter­gang am Meer

Gene­rall haben wir fest­ge­stellt, dass Rømø zur Som­mer­zeit fest in deut­scher Urlau­ber­hand ist. Es gibt zahl­rei­che Feri­en­häu­ser, die man mie­ten kann und die beson­ders beliebt bei deut­schen Tou­ris­ten sind.

Dänemarks älteste Stadt

Die ältes­te Stadt des Lan­des ist Ribe, unge­fähr eine hal­be Stun­de Fahrt von unse­rer Unter­kunft ent­fernt. Wir waren mehr­fach dort (vor allem nachmittags/abends) und waren schwer begeis­tert. Mit ihren unge­fähr 8000 Ein­woh­nern ist Ribe eine klei­ne Stadt, aber sehr char­mant. Es gibt hier zwei Kir­chen (ein­mal den Dom, das Wahr­zei­chen der Stadt, und eine klei­ne­re Kir­che), sowie vie­le schö­ne, alte Häu­ser.

Zuerst haben wir den Dom besich­tigt. Wer die Aus­ma­ße des Köl­ner Doms kennt, fin­det den Dom zu Ribe wahr­schein­lich schlicht und rela­tiv klein; doch er ist auf alle Fäl­le sehens­wert.

Blick auf den Dom

Der Dom ist eine recht alte Kathe­dra­le, an deren Stel­le um 800 zuerst ein­mal eine Holz­kir­che stand. An den Wän­den und Säu­len im Innern gibt es vie­le Male­rei­en. Im Altar­raum fin­det moder­ne Male­rei­en an der Decke sowie Mosai­ke.

Blick in den Dom von Ribe, Rich­tung Altar­raum

Man kann auch — gegen gerin­ges Ent­gelt — die zahl­rei­chen Stu­fen des Bür­ger­turms hin­auf­stei­gen, von wo aus man einen tol­len Aus­blick auf das (fla­che) Umland hat. Man kommt beim Hin­auf­stei­gen auch direkt an den Glo­cken und dem Glo­cken­spiel (wie in einem fran­zö­si­schen Beff­roi) vor­bei.

Eine der Glo­cken im Bür­ger­turm
Blick Rich­tung Meer vom Dom aus

Es gibt im Ort noch eine zwei­te, klei­ne­re Kir­che: St. Catha­ri­na, die wir auch besich­tigt haben. Nicht nur das Inne­re des Gott­hau­ses ist sehens­wert, son­dern auch der Kreuz­gang außer­halb.

Der Ein­gang von St. Catha­ri­na
Im Innern der Kir­che
Der Kreuz­gang von St. Catha­ri­na

Wer auf­merk­sam durch die Stadt wan­delt, der kann sich an klei­nen Läden, vie­len Blu­men und schie­fen, uri­gen Häu­sern erfreu­en. Es gibt auch einen hüb­schen Stadt­park, der teil­wei­se von Was­ser umge­ben ist.

Obwohl in Ribe immer etwas los ist, ist die (Klein-)Stadt über­haupt nicht hek­tisch son­dern lädt zum ent­spann­ten Bum­meln ein.

Frei­tag Abend kamen wir noch in den Genuss des ‘Jazz Fes­ti­val Ribe’: auf dem Dom­platz stand eine gro­ße Büh­ne mit Tischen und Stüh­len davor. Die Musik­dar­bie­tun­gen sind frei, jeder kann zuhö­ren, ab und an geht ein Mit­ar­bei­ter rum, der Spen­den ent­ge­gen­nimmt. Die Stim­mung war gut und die Musik hat­te rich­tig Swing! 🙂

Pizza in Kolding

Ges­tern Abend sind wir nach Kol­ding gefah­ren in der Hoff­nung, dort lecker Piz­za essen zu kön­nen. Das Nico­lai-Café war unser Ziel. Wir frag­ten direkt nach: gf Piz­za sei kein Pro­blem. So saßen wir also am Nico­lai-Platz und geno­ßen gf Brot als Vor­spei­se sowie zwei lecke­re glu­ten­freie Piz­zen. Trotz­dem an die­ser Stel­le ein Tipp an alle Zölis: Die Piz­za wur­de uns auf einem rus­ti­ka­len Holz­brett ser­viert. Wir haben sie bei­de super pro­blem­los ver­tra­gen, trotz­dem wis­sen wir natür­lich, dass ein Holz­brett eine Kon­ta­mi­na­ti­ons­quel­le ist. Wer also dort glu­ten­frei essen möch­te, soll­te dar­um bit­ten, dass die Piz­za auf einem Tel­ler ser­viert wird. Das Per­so­nal war sehr nett und zuvor­kom­mend und lässt bei die­ser Sache bestimmt mit sich reden. David hat sich zum Abschluss noch einen typi­schen däni­schen Nach­tisch gegönnt.

Nach­tisch mit Apfel­kom­pott im Nico­lai-Café
Blick auf den Nico­lai-Platz

Nach unse­rem lecke­ren Abend­essen haben wir noch eine Run­de durch Kol­ding gedreht. Es gibt hier eine ehe­ma­li­ge Königs­burg, das Kol­ding­hus, das man tags­über auch besich­ti­gen kann. Die Nico­lai-Kir­che ist schon von außen beein­dru­ckend, aber sicher auch von innen sehens­wert. Lei­der war sie ges­tern Abend schon geschlos­sen und wir konn­ten sie nur noch von außen bewun­dern.

Nico­lai-Kir­che
Kunst am Nico­lai-Platz
Trep­pen­auf­gang zum Kol­ding­hus, das im Hin­ter­grund zu sehen ist.

Ostküste

Nach unse­rer Besich­ti­gung der Runen­stei­ne und Hügel­grä­ber von Jel­ling sind wir wei­ter gefah­ren nach Vej­le, eine Stadt an der Ost­küs­te. Vej­le liegt direkt am Meer (Ost­see!) und hat sowohl Indus­trie- als auch Sport­ha­fen. Angren­zend an den Sport­ha­fen ist ein neu­es Wohn­ge­biet mit Blick aufs Meer ent­stan­den, in dem immer noch gebaut wird. Hier fin­det man auch das — laut Wiki­pe­dia — neue Wahr­zei­chen der Stadt: Bøl­gen, die “Wel­le”, ein archi­tek­to­nisch äußerst inter­es­san­tes Gebäu­de. Der Name ist hier übri­gens Pro­gramm.

Sport­ha­fen von Vej­le mit “Wel­le”

Beson­ders beein­druckt waren wir auch vom “Fjor­den­hus”, einem archi­tek­to­ni­schen Klein­od, das mit­ten im Hafen als Fir­men­sitz dient.

Fjor­den­hus

Wenn man den Hafen­steg bis zum Ende ent­lang­läuft, hat man einen net­ten, aber ges­tern zumin­dest sehr win­di­gen Blick auf die Ost­see.

Da wir irgend­wann knur­ren­de Mägen ver­spür­ten, mach­ten wir uns auf Rich­tung Stadt­mit­te. Auf Tri­pad­vi­sor hat­ten wir gele­sen, dass die Taver­na Hel­las glu­ten­frei­es Essen anbie­te. Unse­re Nach­fra­gen bestä­tig­ten dies und so konn­ten wir ein lecke­res grie­chi­sches Gyros genie­ßen.

Gyros­tel­ler in der Taver­ne Hel­las

Ein High­light ande­rer Art waren die bun­ten Schir­me, die wäh­rend des Essens über unse­ren Köp­fen tanz­ten. Laut Goog­le wer­den sie jedes Jahr zwi­schen April und Okto­ber im Midtpunkt, so heißt das Vier­tel in Vej­le, auf­ge­hängt. Ein­fach nur schön!

Wikinger!

Heu­te mor­gen sind wir Rich­tung Nord­os­ten nach Jel­ling gefah­ren. In dem klei­nen Ort befin­det sich näm­lich ein UNESCO-Welt­kul­tur­er­be: Grab­hü­gel und Stein­mo­nu­men­te aus der Wikin­ger­zeit.

Zuerst haben wir das 2015 eröff­ne­te Erleb­nis­cen­ter Kon­ger­nes Jel­ling besucht. Die inter­ak­ti­ve Aus­stel­lung infor­miert umfas­send und packend über das Leben der Wikin­ger, aber auch über das Welt­kul­tur­er­be selbst: es han­delt sich um zwei künst­lich auf­ge­schüt­te­te Erd­hü­gel, einer davon mit einem lee­ren Grab, sowie um zwei Stein­mo­nu­men­te und eine Kir­che.

Bei den bei­den Stei­nen han­delt es sich um den Gorm­stein und den Harald­stein. Gorm der Alte war wohl der ers­te Wikin­ger­kö­nig, der meh­re­re klei­ne­re Län­der ein­te und auf dem Stein (dem Gorm­stein), den er zu Ehren sei­ner ver­stor­be­nen Köni­gin Thy­ra errich­ten ließ, das Wort ‘Däne­mark’ ver­wen­de­te. Sein Sohn Harald Blau­zahn (Blue­tooth, ihm ver­dankt die Tech­nik ihren Namen) ließ den ande­ren Stein errich­ten. Auf einer Sei­te ehrt er sei­ne Eltern, auf der ande­ren prä­sen­tiert er sich als König von Däne­mark und Nor­we­gen und auf der drit­ten Sei­te als zum christ­li­chen Glau­ben Bekehr­ter.

Der Harald­stein: auf die­ser Sei­te fin­den sich die Namen von Gorm und Thy­ra, Haralds Eltern.

Aller­dings hat das nörd­li­che Hügel­grab bei sei­ner Ent­de­ckung die For­schung vor Rät­sel gestellt: es war leer, ohne Anzei­chen, wer dar­in begra­ben wor­den war und man weiß bis heu­te nicht, wel­cher Ver­stor­be­ne hier sei­ne letz­te Ruhe gefun­den hat­te. Es könn­te König Gorm selbst gewe­sen sein, oder viel­leicht sei­ne Gat­tin. Span­nen­der­wei­se hat man bei Reno­vie­rungs­ar­bei­ten unter dem Boden der Kir­che (sie steht zwi­schen den bei­den Hügeln) ein namen­lo­ses Ske­lett gefun­den. Ist dies viel­leicht der Tote aus der Grab­kam­mer, der irgend­wann — viel­leicht im Zuge der Chris­tia­ni­sie­rung — in die Kir­che umge­bet­tet wur­de?

Der Süd­hü­gel gibt den Archäo­lo­gen eben­falls Rät­sel auf: hier hat man bei Aus­gra­bun­gen über­haupt gar kei­ne Hin­wei­se auf eine irgend­wie gear­te­te Grab­kam­mer gefun­den. Wie­so gibt es die­sen Hügel also?

Hügel mit Kir­che im Hin­ter­grund
Kir­che von Jel­ling

Was man aller­dings sicher weiß, ist die Tat­sa­che, dass König Harald einen für die dama­li­ge Zeit beein­dru­ckend lan­gen Pali­sa­den­zaun um Hügel und Stei­ne errich­ten ließ. Man hat auf der frü­he­ren Ver­laufs­li­nie heu­te wei­ße Beton­pfei­ler auf­ge­stellt. Der Zaun dien­te wohl dem Schutz der Anla­ge, aber auch als Macht­de­mons­tra­ti­on.

Ver­lauf des Pali­sa­den­zauns

In der Aus­stel­lung kann man Grab­bei­ga­ben bewun­dern, die im Nord­hü­gel gefun­den wor­den sind. Es gibt außer­dem ganz vie­le Infor­ma­tio­nen zum All­tags­le­ben der Wikin­ger: Essen, Glau­be, Han­del, Waf­fen … Wer sich auch nur ein biss­chen für Wikin­ger und/oder Welt­kul­tur­er­be­stät­ten inter­es­siert, der soll­te sich Jel­ling nicht ent­ge­hen las­sen!

Blick auf das Erleb­nis­cen­ter, vom Nord­hü­gel aus foto­gra­fiert.

Mandø

Ges­tern sind wir bei 32°C (ich weiß, in Deutsch­land ist es noch wär­mer) mit dem Trak­tor­bus auf die Insel Man­dø gefah­ren. Das beson­de­re an der Insel ist, dass sie in einem recht fla­chen Teil des Wat­ten­mee­res liegt und des­halb eben per Auto oder Trak­tor­bus erreich­bar ist. Natür­lich ist auch hier­bei auf die Gezei­ten zu ach­ten.

Trak­tor­bus

Die Insel ist recht klein und wird haupt­säch­lich land­wirt­schaft­lich genutzt. Es gibt einen Ort, Man­dø-By, und einen nicht all­zu gro­ßen Strand. Letz­te­rer ist trotz­dem toll, da man im seich­ten Was­ser ziem­lich gefahr­los durchs Watt lau­fen kann — eine neue Erfah­rung für mich. Gera­de bei der gest­ri­gen Hit­ze war es ange­nehm, sich auf die­se Wei­se abzu­küh­len — Füße im Was­ser und der leich­te Wind vom Meer.

Bar­fuss im Watt
David bar­fuss und mit hoch­ge­krem­pel­ter Hose im Meer — es gesche­hen noch Zei­chen und Wun­der! 😀
Wat macht der Watt­wurm da im Watt?
Die Trak­to­ren fuh­ren raus zu den See­hund­bän­ken.

Wir haben uns auch die klei­ne, nied­li­che und ziem­lich bun­te Kir­che von Man­dø ange­se­hen. Es gibt nur einen Raum, kei­ne Sakris­tei oder ähn­li­ches und die Kir­chen­bän­ke sind lila gestri­chen mit tür­kis­blau­en Kis­sen. Süß ist auch der exter­ne Glo­cken­turm.

Links die Kir­che, rechts der Glo­cken­turm
Kir­che von innen

Auch das Man­døhus, ein ehe­ma­li­ges Schif­fer­haus, das jetzt Muse­um ist, ist sehens­wert. Man kann sich hier einen Ein­druck ver­schaf­fen, wie die Men­schen frü­her auf der Insel gelebt haben.

Im Döns (einer der Haupt­räu­me des Hau­ses): eine Pup­pe mit Man­dø-Tracht
Die Decken­hö­he ist gering. David stieß sich mehr­fach den Kopf. Aber es gab vie­le Räu­me.
Funk­ti­ons­fä­hi­ger Ofen

Die Insel hat außer­dem noch eine his­to­ri­sche Müh­le, die auch voll ein­satz­fä­hig ist. Sie wird immer noch zur Mehl­her­stel­lung genutzt. Lei­der war sie schon geschlos­sen, als wir dort anka­men. Gebaut ist sie nach dem nie­der­län­di­schen Stil.

Müh­le

Nach­mit­tags ging’s mit dem Trak­tor­bus wie­der zurück aufs Fest­land. Bei die­sen Tem­pe­ra­tu­ren sei übri­gens die Fahrt oben im Bus und nicht unten emp­foh­len!

Zurück aufs Fest­land — Fahrt durchs Über­schwem­mungs­ge­biet

Essen in Ribe

Die letz­ten bei­de Aben­de waren wir zum Essen in Ribe, der ältes­ten Stadt Däne­marks.

Mitt­woch Abend stol­per­ten wir müde, durs­tig, ver­schwitzt und ver­klebt ins Hotel Dag­mar. Wir waren etwas mut­los und genervt, da wir online kei­ne ver­nünf­ti­gen Tips für glu­ten­frei­es Essen in Ribe gefun­den hat­ten. Aller­dings waren wir beim Goo­geln auf einen win­zi­gen Hin­weis gesto­ßen, dass es letz­ten Jahr an Weih­nach­ten im Hotel Dag­mar irgend­ein beson­de­res Des­sert auch gf gege­ben hät­te. Wir beschlos­sen also, dort nach­zu­fra­gen. Die sehr net­te und zuvor­kom­men­de Bedin­gung erkun­dig­te sich für uns in der Küche: bis auf eine Vor­spei­se kön­ne alles pas­send abge­wan­delt wer­den. Wir nah­men also im sehr schö­nen, geho­be­ne­ren Restau­rant Platz und ent­schie­den uns für Haupt­ge­richt und Des­sert. Die Kar­te hat eine klei­ne, aber erle­se­ne Aus­wahl: es gibt jeweils zwei Wahl­mög­lich­kei­ten bei Vor- und Haupt­spei­se sowie Des­sert. Wir ver­mu­ten, dass die Kar­te regel­mä­ßig gewech­selt wird, haben dies aber nicht erfragt. Auf jeden Fall war unser Essen extrem lecker (Haupt­ge­richt: gefüll­tes Perl­huhn mit Möh­ren, Möh­ren­chips und däni­schen Salz­kar­tof­feln, Nach­spei­se: selbst­ge­mach­te Erd­beer-Eis­creme und fri­sche Erd­bee­ren) und wir haben es bei­de wun­der­bar ver­tra­gen. Ich kann das Lokal nur wärms­tens emp­feh­len!

Restau­rant des ‘Hotel Dag­mar’
Schö­ne, alte Ein­rich­tung
Haupt­gang: gefüll­tes Perl­huhn

Heu­te Abend sind wir auf gut Glück zum Steak­house Jacob A mar­schiert (“Steak­haus soll­te doch kein Pro­blem sein …”) und haben auch hier nach­ge­fragt. Auch hier war das Per­so­nal sehr freund­lich und bemüht. Zuerst war sich unse­re net­te Bedie­nung nicht ganz sicher, wor­auf man bei glu­ten­frei­em Essen ach­ten muss, aber nach einer aus­führ­li­chen Erklä­rung unse­rer­seits gab sie alles in die Küche wei­ter. Unse­re Bestel­lung wur­de dem­entspre­chend ange­passt und die geor­der­ten Hähn­chen- und Rin­der­spie­ße waren ziem­lich lecker. Zum Nach­tisch gab’s noch Eis und auch hier haben wir alles gut ver­tra­gen. Dau­men hoch auch für das Steak­house Jacob A in Ribe!

Alte Schiffe

Ges­tern sind wir — bei wech­sel­haf­tem Wet­ter, sprich: ab und zu mal Nie­sel­re­gen — mit der Elb­fäh­re raus­ge­fah­ren zum Oevel­gön­ner Muse­ums­ha­fen. Der ehren­amt­li­che Ver­ein restau­riert alte Schif­fe, vor allem Fracht- und Hafen­fahr­zeu­ge aus den Jah­ren 1880 bis 1960, macht sie wie­der see­tüch­tig und stellt sie im oben genann­ten Hafen für die All­ge­mein­heit aus. Son­der­fahr­ten mit vie­len der Schif­fe und Boo­te wer­den auch ange­bo­ten.

Die ‘Mat­hil­da’, eine Dampf­pi­nas­se
Mit die­sen Dampf­schlep­pern wur­den ande­re Was­ser­fahr­zeu­ge (ohne eige­nen Motor) im Hafen bewegt.
Schild — Spe­cial Design
Schwimm­kran, frü­her im Hafen ein­ge­setzt (wird jetzt für die Arbeit an den his­to­ri­schen Schif­fen benutzt)
Schö­ner Seg­ler: die ‘Frei­herr von Mal­t­zahn’

Ein beson­de­res High­light war die Besich­ti­gung des Eis­bre­chers ‘Stet­tin’. Der Damp­fer wird heu­te noch für Son­der­fahr­ten genutzt und ist voll funk­ti­ons­tüch­tig.

Eis­bre­cher ‘Stet­tin’

Sogar der Maschi­nen­raum war offen und Besu­chern zugäng­lich. Da das Schiff am Sonn­tag erst auf Fahrt gewe­sen war, war der Kes­sel noch heiß.

Im Maschi­nen­raum der ‘Stet­tin’
Full Steam Ahead!
Abküh­len­der Kes­sel

Als Eis­bre­cher ist die ‘Stet­tin’ ein sehr brei­tes, robus­tes Schiff. Das ist natür­lich sehr prak­tisch für Ver­an­stal­tun­gen auf dem Schiff!

Heck des Eis­bre­chers, hin­ten im Bild eine Elb­fäh­re

Ger­ne hät­ten wir auch die ‘Elbe 3′ besich­tigt, ein ehe­ma­li­ges Feu­er­schiff, das auch im Muse­ums­ha­fen Oevel­gön­ne liegt, aber die­se war ges­tern nicht für Besu­cher geöff­net. Wer sich für Feu­er­schif­fe inter­es­siert, der kann sich ger­ne hier über die ‘Bor­k­um­riff IV’ infor­mie­ren, die wir letz­ten Herbst besich­tigt haben.

Das Feu­er­schiff ‘Elbe 3’

An Bord des frü­he­ren Fähr­schif­fes ‘Ber­ge­dorf’ haben wir schließ­lich noch gemüt­lich geses­sen und Erfri­schun­gen zu uns genom­men. Der schiffs­ge­mach­te Eis­tee ist sehr lecker und abso­lut zu emp­feh­len! Anschlie­ßend haben wir uns per Fäh­re wie­der Rich­tung Lan­dungs­brü­cken auf­ge­macht.

Blick von der Fäh­re aus auf das Hafen­pan­ora­ma