(Wie) tot an der Fahne liegen

Der geneig­te Gol­fer wird erkannt haben, dass es sich bei dem Titel um eine Golf-Refe­renz han­delt. Tat­säch­lich haben wir letz­te Nacht in einem Eta­blis­se­ment ver­bracht, dass sich “19th Hole Hotel” nennt. Das “19. Loch” ist tra­di­tio­nell die Knei­pe, die man nach dem Spie­len eines 18-Loch-Golf­plat­zes aufsucht.

Der Ort, in dem wir waren, heißt Car­nous­tie und dürf­te einem Gol­fer viel­leicht auch bekannt sein. Es gibt dort drei Golf­plät­ze und der soge­nann­ten Cham­pions­hip Cour­se ist einer der Aus­tra­gungs­or­te der Bri­tish Open.

Wir waren jedoch davon völ­lig unbe­ein­druckt und haben in der dazu­ge­hö­ri­gen Bar erst­mal gut geges­sen. Es gab her­vor­ra­gen­den gegrill­ten Lachs für Tan­ja (mit Gemü­se und Kar­tof­feln) und für mich einen Mixed Grill (ohne die sonst dazu gehö­ren­den Würst­chen, weil deren Glu­ten­frei­heit nicht abschlie­ßend geklärt wer­den konn­te) mit Pom­mes und Erb­sen. Alles sehr lecker!

Unser Zim­mer war nicht das größ­te, aber es war bequem. Es gab ein gutes WLAN mit einer schnel­len Inter­net­an­bin­dung (65 down, 12 up), ein moder­nes Bad mit gutem Druck auf der Dusche und alles war sau­ber. In dem Bett haben wir pri­ma geschla­fen (sie­he Titel).

Das Früh­stück war ein Buf­fet. Man hat­te glu­ten­frei­en Früch­te­ku­chen und Short­bread-Round für uns. Das glu­ten­freie Toast, das zur Ver­fü­gung stand, konn­ten wir lei­der nicht toas­ten, da es nur einen glu­ten-bekrü­mel­ten Durch­lauf-Toas­ter gab, der lei­der schon prin­zip­be­dingt die Toasts in alte Krü­mel fal­len lässt. Das rest­li­che Buf­fet war aber reich­hal­tig und lecker, da gab es nichts aus­zu­set­zen. Inter­es­sant fand ich, dass man Tee auf Bestel­lung frisch zube­rei­tet hat, Kaf­fee jedoch ein­fach in einer Ther­mos­kan­ne zur Ver­fü­gung stand.

Mehr Infos zum Banchory Lodge Hotel

Wir haben aus dem Ban­cho­ry Lodge Hotel zwei­mal per Video berich­tet und ein­mal habe ich bereits etwas dazu geschrie­ben.

Heu­te möch­te ich dazu noch ein paar Bil­der und Infor­ma­tio­nen nach­rei­chen. Die Reno­vie­rung geht vor­an, die Reno­vie­rungs-Arbei­ter erin­ner­ten sich an uns (ich hat­te letz­tes Mal spon­tan bei dem Durch-die-Trep­pen­ecken-manö­vrie­ren eines Schran­kes gehol­fen) und die Leu­te vom Hotel waren wie­der sehr nett.

Wer auch hier über­nach­ten möch­te, dem emp­feh­le ich direkt über die Web­sei­te des Hotels zu buchen. Oft­mals bekommt man da die Zim­mer güns­ti­ger, oder auf den ande­ren Sei­ten sind sie schon aus­ge­bucht, obwohl noch wel­che ver­füg­bar sind.

Letz­tes Mal hat­ten wir Zim­mer 12, das ich hier schon ein­mal foto­gra­fiert hatte.

Die­ses Mal zur Abwechs­lung das Zim­mer mit der Aus­sicht, Num­mer 20:

Der vor der Haus­tü­re flie­ßen­de River Dee macht sich sehr malerisch:

Auch von außen sieht das Hotel sehr schick aus:

So ein Hirsch!

Die ver­gan­ge­ne Nacht haben wir in einem klei­nen Ort namens Insch ver­bracht, im Glen­gar­ry Guest House.
Ganz neu eröff­net (vor 3 Wochen, wie uns die Inha­be­rin erzähl­te), über­zeugt das Glen­gar­ry durch die Aus­stat­tung sei­ner Räu­me, das tol­le Früh­stück und die net­te Gastgeberin.

Wir hat­ten einen gro­ßen, schön ein­ge­rich­te­ten Raum (Dekor: Hir­sche mit Stil) mit beque­men Dop­pel­bett und geräu­mi­gen, sau­be­ren Bad. Im Erd­ge­schoss gibt es eine klei­ne Lounge (Fern­se­her, Ses­sel, Kamin), in der die Gäs­te sich auf­hal­ten kön­nen. Es gibt wohl noch eine zwei­te, grö­ße­re, die wir aber nicht genutzt haben.
Das Früh­stück heu­te mor­gen war traum­haft. Unse­re Gast­ge­be­rin hat­te extra für uns glu­ten­frei­es Müs­li, glu­ten­frei­es Toast und glu­ten­freie Muf­fins sowie glu­ten­freie Pan­ca­kes besorgt. Es gab zusätz­lich noch Joghurt, Milch, Früch­te, Obst­sa­lat und nor­ma­le Corn­flakes für die ande­ren Gäs­te. Natür­lich haben wir auch ein war­mes Früh­stück bekommen.
Auch der Früh­stücks­raum ist sehr schön ein­ge­rich­tet, mit weiß-lackier­ten Holz­ele­men­ten und einer pas­sen­den Distel-Tapete.
Die Gast­ge­be­rin ist sehr freund­lich, sehr bemüht und zuvorkommend.

Wir haben uns bei­de im Glen­gar­ry Guest House sehr wohl­ge­fühlt und kön­nen es nur wei­ter empfehlen!

Komische Menschen und nette Menschen

Es gibt Men­schen, denen man anmerkt, dass sie in ihrem Job nicht glück­lich sind. So eine der Bedie­nun­gen im Restau­rant ges­tern, dem “Mack’s” in Nairn.

Aber mal von Anfang an:

Wir haben im Wether­by House in Nairn über­nach­tet, was einen schö­nen Aus­blick aufs Meer bie­tet und sehr net­te Inha­ber hat. Das Zim­mer (wir hat­ten “Jeffrey’s Room” — es war wohl tat­säch­lich das Zim­mer von Jef­frey, als er klein war — heu­te ist Jef­frey 50…) war sehr sau­ber und nied­lich ein­ge­rich­tet. Wir haben wun­der­bar geschla­fen und beka­men ein reich­hal­ti­ges Frühstück.

Unser Gast­ge­ber hat sich beim Früh­stück noch dafür ent­schul­digt, dass er nur glu­ten­freie Früh­stücks­würst­chen hat­te, aber kein glu­ten­frei­es Brot. Im Super­markt wäre wohl was pas­siert, wes­we­gen er das Brot ver­ges­sen hatte…

Ins­ge­samt war das ein sehr ange­neh­mer Aufenthalt.

Die Gast­ge­be­rin gab uns auch den Tipp mit Mack’s. Das Essen dort war her­vor­ra­gend, und die Bedie­nung, die uns begrüß­te, ging auch gleich auf glu­ten­frei­es ein (es ist in der Kar­te mar­kiert!) und wuss­te wohl Bescheid.

Die Dame, die unse­re Bestel­lun­gen auf­ge­nom­men hat, war hin­ge­gen sehr unfreund­lich und hat uns nicht ein­mal zuge­hört. Tan­ja hat eine gro­ße Fla­sche Was­ser für uns bei­de bestellt, und bevor ich mein zusätz­li­ches Irn Bru bestel­len konn­te, war sie ohne ein Wort schon verschwunden.

Bei der Essens­be­stel­lung habe ich vier­mal glu­ten­frei erwähnt, und extra die glu­ten­frei­en Vari­an­ten der Gerich­te erbe­ten. Sie hat das igno­riert und nichts dazu auf­ge­schrie­ben. Tan­ja hat dann noch­mal nach­ge­fragt, ob die Papa­dam auch glu­ten­frei wären. Das muss­te sie erst mit ihrer Kol­le­gin abklä­ren. Ergeb­nis: Tan­ja bekam ihr Essen ohne Papa­dam, ich hin­ge­gen mit. Auf mei­nen Hin­weis hin wur­de das Papa­dam dann ein­fach von mei­nem Tel­ler entfernt.

Auf­grund der Unfreund­lich­kei­ten ist dann auch das Trink­geld etwas schma­ler aus­ge­fal­len, als das sonst bei uns üblich ist.

Das Essen selbst — wir hat­ten bei­de Cur­ry — war hin­ge­gen her­vor­ra­gend und wirk­lich lecker. Der Nach­tisch bestand aus einem Erd­beer-Käse­ku­chen, der von Natur aus wohl schon glu­ten­frei war. Sehr lecker! Wir hat­ten bei­de kei­ne Pro­ble­me mit dem Essen.

Schlafen im Herrenhaus

Die letz­te Nacht haben wir im Mut­hu New­ton Hotel in Nairn ver­bracht. Der äuße­re Anblick ist beeindruckend:

Auch innen ist das Hotel anspre­chend. Nicht mehr top modern ein­ge­rich­tet, ver­sprüht es den­noch den Charme tra­di­tio­nel­ler Ele­ganz mit alten Leder­ses­seln und brei­ten Frei­trep­pen. Unser Zim­mer war nicht über­mä­ßig groß, dafür aber mit sehr beque­men Bet­ten aus­ge­stat­tet. Das Bad war sau­ber und geräumig.
Es gibt ein Restau­rant (exklu­si­ver und hoch­prei­si­ger) und eine Lounge/Bar (casu­al). Wir haben uns zur Dinn­er­zeit in die Lounge/Bar bege­ben. Das Essen war sehr lecker und es gab genug glu­ten­freie Optio­nen, egal ob bei Vor‑, Haupt‑, oder Nach­spei­se. Das Per­so­nal war sehr freund­lich und sehr bemüht. Glu­ten­frei­es Toast für das Früh­stück zu bekom­men war auch kein Problem.

Gutes Essen in Rosehearty

Das von Tan­ja schon erwähn­te Dav­ron Hotel hat auch ein Restau­rant und eine Bar. Die Bar haben wir nicht besucht, obwohl der dor­ti­ge Bil­lard­tisch sehr ein­la­dend aussah.

Aber wir haben am Abend im Restau­rant geges­sen, was eine sehr lecke­re Erfah­rung war. Das Haus ist sehr gut auf glu­ten­frei ein­ge­stellt. Man hat­te eine extra glu­ten­freie Kar­te für uns, die sogar glu­ten­freie Nudeln und glu­ten­frei Panier­tes beinhal­te­te. Ich hat­te sowohl als Vor­spei­se als auch als Haupt­ge­richt Hühn­chen. Das Huhn auf Nudel­bett lag anschei­nend auf Kaj­nok-Nudeln. Die haben wir auch im Vor­rats­schrank, aber noch nie pro­biert. Ergeb­nis: idea­le Bei­la­ge. Die Nudeln sind Geschmacks­neu­tral und neh­men sehr gut den Geschmack der Soße auf. Ergibt ein super Gericht!
Tan­ja hat­te Lamm auf Kar­tof­fel­pü­ree. Die Por­ti­on war so groß, dass sie danach nicht ein­mal mehr mei­nen Nach­tisch pro­bie­ren woll­te. Und die­ser Nach­tisch hat­te es in sich (falls mein Arzt hier mit­liest: lesen Sie mal bit­te direkt den nächs­ten Absatz!). Es waren Crê­pe (2 Stück), gerollt und gefüllt mit Sah­ne, bestreut mit klei­nen But­ter-Fudge-Wür­feln und ver­ziert mit Kara­mell­so­ße. Dazu eine Kugel Vanil­le­eis. Kalo­rien­tech­nisch dürf­te das den Scho­ko-Mis­sis­sip­pi-Kuchen aus dem Best Wes­tern geschla­gen haben.

Das Früh­stück war eben­falls reich­hal­tig und Tan­ja bekam ihren glu­ten­frei­en Black Pud­ding bei einem kom­plet­ten Aber­deen­shire-Früh­stück, ich hat­te die berühm­ten Früh­stücks-Würs­ten (glu­ten­frei, ohne Sei­fen­ge­schmack) zu Bacon und Rühr­ei. Dazu glu­ten­frei­es Toast — das war gelungen!

Das Zim­mer war schlicht ein­ge­rich­tet aber sau­ber. Nicht über­mä­ßig groß, aber auch nicht beengt. Das Bad war eben­falls sau­ber und ange­nehm in der Grö­ße. Wir hat­ten eine ruhi­ge Nacht, auch wenn man erst das Gefühl hat­te, akus­tisch viel von dem mit­zu­be­kom­men, was vor der Zim­mer­tür vor sich geht.

Ins­ge­samt eine kla­re Empfehlung!

Luxus-Schlafen: Prequel und Fortsetzung

Vor den Luxus-Näch­ten haben wir in der Nähe des Loch Tay in einem sehr gut bewer­te­ten klei­nen B&B über­nach­tet: das Coshie­vil­le House bei Aber­fel­dy, nörd­lich vom Loch Tay. Ein schö­nes altes Haus, mit schö­nen und sehr sau­be­ren Zim­mern und wirk­lich net­ten Inha­bern, die sich um alles küm­mern. Das dor­ti­ge Früh­stück in Glu­ten­frei­er Ver­si­on war gar kein Pro­blem, man hat­te sogar glu­ten­frei­es Toast für uns.

Wie bereits ange­kün­digt haben wir danach zwei Näch­te im Ban­cho­ry Lodge Hotel ver­bracht. Es war ein klas­se Auf­ent­halt! Teil­wei­se wird das Hotel gera­de reno­viert, das stört jedoch kaum. Die gesam­te Beleg­schaft ist sehr freund­lich und höf­lich (ich bekam ein fröh­li­ches “Good morning, Sir!”) und sehr bemüht. Das Zim­mer ist sehr geräu­mig, extrem gut aus­ge­stat­tet, sehr sau­ber und geschmack­voll eingerichtet.

Das Restau­rant macht her­vor­ra­gen­de Gerich­te, bekommt auch Glu­ten­frei hin, wenn man es dazu sagt, und ist preis­lich zwar nicht güns­tig, aber auch nicht teu­er. So geho­be­ne mitt­le­re Preis­stu­fe wür­de ich sagen. Als ihnen ein Feh­ler unter­lau­fen war (glu­ten­hal­ti­ge Keks-Brö­sel auf dem Nach­tisch!) haben sie anstand­los und schnell die Gerich­te aus­ge­tauscht und sich wort­reich ent­schul­digt. Das Essen war her­vor­ra­gend und beson­ders erwäh­nens­wert ist der von Haus aus glu­ten­freie Scho­ko-Kuchen, den es zum Nach­tisch gab:

Wir haben für zwei Abend­essen zu zweit (jeweils eine Vor­spei­se, zwei Haupt­ge­rich­te, zwei Nach­spei­sen, bei­de Male Wein, ein Bai­leys) und ein­mal glu­ten­frei­es Früh­stück für zwei Per­so­nen (ein­mal haben wir Pick­nick gemacht) ins­ge­samt £152 (ca. 170€) bezahlt.

Das Hotel liegt sehr schön auf direkt am Fluss Dee — sehr male­risch! Man nimmt sich dort selbst nicht so ganz ernst. Die Kell­ner lau­fen in Livree und Jeans her­um. An den Wän­den hän­gen Bil­der von Tie­ren als Stars. Im Restau­rant gibt es eine Tape­te, die wie lau­ter klei­ne, dick mit Gold­rah­men ver­se­he­ne Bil­der aus­sieht. Jemand hat dann man­che der Tape­ten­bil­der mit ech­ten klei­nen Gold­rah­men-Bil­dern über­hängt — teil­wei­se auch die Star-Tie­re. Zwi­schen alten Meis­ter­wer­ken im Früh­stücks­zim­mer hängt ein altes Foto von Scha­fen. Der Fuchs als Mas­kott­chen des Hotels ist auf Schil­dern, Menüs und in Form von klei­nen Plas­ti­ken über­all präsent.

Wir moch­ten das Hotel sehr gern und fühl­ten uns dort auch sehr wohl. Das wäre auf jeden Fall noch­mal ein Stopp bei der nächs­ten Schott­land-Rei­se wert.

Eine ruhige Nacht: Alles aus einer Hand

Die nächs­te Nacht ver­brach­ten wir mal ganz unty­pisch im Best Wes­tern Park Hotel in Fal­kirk. Wir haben die­sen Umstand aus­ge­nutzt und nach dem Check-In das Haus nicht mehr verlassen.

Das Hotel-Restau­rant hat­te genü­gend glu­ten­freie Mög­lich­kei­ten für uns. Abwand­lun­gen waren auch kein Pro­blem. So hat­ten wir dort ein sehr güns­ti­ges Abend­essen, das aber sehr lecker war. Beson­ders her­vor­ge­tan hat sich die Küche damit, dass sie einen glu­ten­frei­en Nach­tisch gezau­bert hat, der nicht­mal auf der Kar­te stand: Mis­sis­sip­pi-Kuchen. Das ist eine Art Scho­ko­la­den-Rühr­ku­chen, der im Grund­re­zept schon glu­ten­frei ist. Die Hotel­kü­che hat den mit einer unheim­lich lecke­ren, war­men Scho­ko­la­den­mas­se über­gos­sen, was die Ange­le­gen­heit auf grob geschätz­te 800 Kilo­ka­lo­rien pro Gabel geho­ben hat. Aber es schmeck­te geni­al und sah auch gut aus:

Sau­zeug, Kuchiges.

Danach haben wir es uns bei Irn Bru, Bayley’s und Tee in der Lounge gemüt­lich gemacht und die gest­ri­gen Blog­ein­trä­ge geschrieben.

Das Früh­stück am Mor­gen war sehr ange­nehm. Man hat­te glu­ten­frei­es Toast für uns und alle ande­ren Bestand­tei­le eines gro­ßen schot­ti­schen Früh­stücks gab es als Buf­fet, so dass man sich genau das neh­men konn­te, was glu­ten­frei war oder eben dem eige­nen Geschmack ent­sprach. Zusätz­lich habe ich hier das ers­te Mal Auf­schnitt gese­hen. Es gab Ched­dar, einen wei­te­ren Käse, Bra­ten und Salami.

Übri­gens ist das Restau­rant sowohl für Früh­stück als auch für Abend­essen auch für Nicht-Gäs­te geöffnet.

Das Zim­mer war sehr sau­ber und ange­nehm ein­ge­rich­tet, wenn es auch etwas alt­mo­disch aus­sah. Aber das Preis- / Leis­tungs­ver­hält­nis stimm­te und wir haben pri­ma dort geschla­fen, denn es war auch sehr ruhig. Die Ange­stell­ten waren alle sehr nett und zuvorkommend.

Krasse Gegensätze

Schott­land ist ein Land der Gegen­sät­ze. Soviel wird einem schnell klar sein. Wun­der­schö­ner Son­nen­schein, fünf Minu­ten spä­ter Platz­re­gen. Man steht in der wuse­li­gen aber nicht hek­ti­schen Innen­stadt von Edin­burgh und ist 10 Bus­mi­nu­ten spä­ter in der ruhi­gen Hafen­ge­gend. Man schaut an einem Tag sehr alte Stei­ne und sehr moder­ne Schiffs­he­be­wer­ke an. Und: man hat sehr nega­ti­ve Erfah­run­gen in der einen Nacht, und sehr posi­ti­ve in der nächsten.

Nach dem sehr unbe­frie­di­gen­den Erleb­nis in Hawick hat­ten wir beschlos­sen, für die nächs­te Unter­kunft ein paar Euro mehr auszugeben.

Unse­re Wahl fiel auf das Kirkstyle Hotel in Big­gar. In einer Bewer­tung hat­te ich gele­sen, dass es erst vor weni­gen Mona­ten wie­der­eröff­net wurde.

Wir wur­den nicht ent­täuscht. Das Bett war sehr groß und wun­der­bar bequem. Das gan­ze Hotel sehr sau­ber und in her­vor­ra­gen­dem Zustand. Unser Zim­mer war genau das, was auf der Web­sei­te des Hotels dar­ge­stellt wird. Dort war es extrem ruhig, der Tep­pich extrem flau­schig und das Zim­mer sehr geräu­mig. Die moder­ne Aus­stat­tung (Steck­do­sen mit USB-Buch­sen zum Bei­spiel) war her­vor­ra­gend. Die Ange­stell­ten dort sind extrem freund­lich und fröh­lich. Unser Früh­stück war klas­se (Bon­ne Maman Mar­me­la­den!) und die Gesamt-Erfah­rung sehr positiv.

Quel­le: die Web­sei­te vom Kirkstyle Hotel, weil das genau unser Zim­mer war.

Das Kirkstyle hat eine Ver­ein­ba­rung mit dem The Crown Inn schräg gegen­über. Für Kirkstyle-Gäs­te gibt es dort 10% Rabatt. Mehr zum Crown Inn hat Tan­ja bereits geschrie­ben.

Unsere Unterkunft in Hawick

Hawick ist die Stadt des Cash­me­re. Lei­der ist davon nicht mehr all­zu viel zu sehen, heu­te ist es eine unspek­ta­ku­lä­re Stadt, die aus­sieht wie vie­le ande­re auch. Wir hat­ten hier nur eine Unter­kunft in ange­neh­mer (Preis-)Lage gefun­den, die gut bewer­tet war (4 von 5 Punkten).

Dies war das Elm House Hotel.

Lei­der hielt das Hotel nicht, was Bewer­tun­gen und Web­sei­te ver­spra­chen. Das Gebäu­de selbst sieht von außen gut aus, das Per­so­nal ist auch sehr nett und freund­lich. Wie die Zim­mer im Haupt­haus sind, weiß ich lei­der nicht. Wir waren im Anbau unter­ge­bracht (stand bei der Buchung auch dabei). Was nicht dabei stand war, dass die Zim­mer­rei­ni­gung wohl eher optio­nal ist.

Das Zim­mer war alt und etwas abge­nutzt. Damit kön­nen wir in der Preis­ka­te­go­rie ja durch­aus leben. Was jedoch gar nicht ging war die “Sau­ber­keit” des Zim­mers. Es fan­den sich an diver­sen Stel­len Krü­mel und irgend­wel­che Res­te. Der Bei­stell­tisch für Tee war vol­ler Zucker und ande­rer Res­te. Auf den Kis­sen waren Fle­cken. Zwar roch alles frisch gewa­schen, anschei­nend waren das aber Fle­cken, die so ein­fach nicht mehr raus­gin­gen. Auf der Unter­sei­te der Bett­de­cke prang­te ein gro­ßer brau­ner Strei­fen, den wir lei­der erst am Mor­gen bemerkt hat­ten. Im Bade­zim­mer hat­te anschei­nend irgend­ein Gast an den Heiz­kör­per gegen­über der Toi­let­te gepin­kelt. Die Tat­sa­che, dass die Hand­tü­cher über dem Heiz­kör­per hin­gen, führ­te zu sehr krea­ti­ver Hand­tuch-Nut­zung, um das unters­te schön da zu las­sen, wo es war.

Als wir das am Mor­gen beim Check-Out den Damen am Emp­fang mit­ge­teilt haben, schau­ten sie sehr geschockt aus der Wäsche.

Bau­lich ist der Anbau übri­gens auch kein archi­tek­to­ni­sches Meis­ter­werk: die Wän­de sind so dünn, dass wir den Fern­se­her von neben­an fast ver­ste­hen konn­ten. Aber nur fast — immer­hin. Die alten Roh­re mach­ten — wenn sie zufäl­lig die rich­ti­ge Reso­nanz-Fre­quenz der Ver­klei­dung tra­fen — einen Heidenlärm.

Das Früh­stück hin­ge­gen war gut, wenn auch nicht außer­ge­wöhn­lich. Man hat­te sogar glu­ten­frei­es Brot für uns, auch wenn wir ziem­lich kurz­fris­tig gebucht hat­ten. Der klei­ne Park­platz im Innen­hof war sehr praktisch.

Unser Abend­essen in Hawick war wirk­lich der Höhe­punkt in der Stadt.