Bärenjagd

Hier ist unser zwei­tes Video — dies­mal per Mobil­funk hoch­ge­la­den, weil das deut­lich schnel­ler ging (10 Minu­ten statt 12 Stunden):

Wie immer hier die ver­spro­che­nen Bilder:

Die Aus­sicht aus unse­rem Fens­ter der Ban­cho­ry Lodge (Zim­mer 20)
Leith Hall
Bei­spiel-Bär: Edward
Bei­spiel-Bär­chen: Big Ted
Bei­spiel-Wasch­bär: Charlie
Ein Flüss­chen, das durch die Anla­ge läuft.
Das soge­nann­te “Moon Gate”, das den alten Haupt­ein­gang zum Gar­ten markiert.
Ein Weg durch den Garten
Die Aus­sicht vom Aus­sichts­punkt des “Crai­gfall Trail”.
Einer der künst­lich ange­leg­ten Teiche.
Der alte Fried­hof, wo auch die Herrn und Damen von Leith Hall bestat­tet sind.

 

Von Burgen und Touristen

Heu­te haben wir die Tou­ris­ten-Attrak­ti­on der High­lands besucht: Loch Ness und Awk­ward Urquhart Cast­le.

Bei Loch Ness sind wir an der Ost­sei­te von Nor­den nach Süden das Loch ent­lang gefah­ren. Das ist die bei Tou­ris­ten eher unbe­kann­te, oft­mals ein­spu­ri­ge Stra­ße. Es war ruhig, und man hat­te schö­ne, mys­ti­sche Aussichten:

Auf die­ser Stre­cke gibt es einen klei­nen Park­platz mit Café, von dem aus man zu einem beein­dru­cken­den Was­ser­fall lau­fen kann. Hier ste­hen dann auch alle Autos, die man auf der Stra­ße ver­misst hat. Die­se Falls of Foy­ers sind durch­aus einen Halt wert, vor allem, wenn der Fluss nach der regen­rei­chen Zeit mehr Was­ser führt als sonst:

Auch einen Aus­blick auf Urquhart Cast­le hat man an einer Stel­le der Strecke:

Ab dem im Süden gele­ge­nen Fort Augus­tus wird es tou­ris­tisch. In Fort Augus­tus selbst ist schon deut­lich mehr los und es ste­hen Schlan­gen vor der öffent­li­chen Bedürf­nis­an­stalt. Die deut­lich bes­ser aus­ge­bau­te Stra­ße haben wir noch bis zum Urquhart Cast­le ver­folgt um uns dort auf den über­füll­ten Park­platz zu begeben.

Das Besu­cher­zen­trum ist schön, jedoch voll. Es gab einen net­ten Kurz­film über die Geschich­te der Anla­ge, und dann haben wir uns in den Nie­sel­re­gen bege­ben. Ab da war es nicht mehr schön.

Also, die Burg­an­la­ge sel­ber ist sehr sehens­wert, aber lei­der sind da jeden Tag mehr Men­schen unter­wegs als im gan­zen 16. Jahr­hun­dert, als dir Burg noch bewohnt war. Und weil da auch Tou­ris­ten als gan­ze Bus­la­dun­gen hin­ge­fah­ren wer­den, hat man lei­der nicht immer die intel­li­gen­tes­ten Ver­tre­ter des jewei­li­gen Her­kunfts­lan­des im Weg her­um­ste­hen. Gera­de auf engen Trep­pen war es sehr gedrängt, weil man ja auch nicht war­ten kann, bis der Weg frei ist…

Aber man wird mit schö­ner Aus­sicht belohnt (trotz Regen):

Übri­gens: Nes­sie wird immer noch ver­misst. Auch wir haben sie lei­der nicht gesehen.

Meer

Das Dav­ron Hotel in Rosehear­ty liegt fast direkt am Meer, wes­halb wir auch die­se Aus­sicht aus unse­rem Zim­mer haben:

Ges­tern abend sind wir noch am Meer ent­lang spa­ziert. Es war schon fast dun­kel und als wir aus der Hotel­tür tra­ten, nie­sel­te es leicht. Der Wind, der ziem­lich hef­tig von der See her weh­te, roch nach Salz und Algen.
Wir lie­fen am Strand ent­lang und auf das neue Pier hin­aus (das alte Pier ist gesperrt). Je wei­ter wir nach vor­ne kamen, des­to hef­ti­ger wur­de der Wind. Am Ende des Piers lag das Meer vor uns, stahl­grau, mit wei­ßen Schaum­kro­nen und leich­ten Wellen.
Als wir irgend­wann zur Unter­kunft zurück gin­gen, beglei­te­te uns das Schrei­en der Möwen bis zur Tür.

Autofahren in den Highlands

Die Gewöh­nung an den Links­ver­kehr mit einem Rechts­len­ker war schnel­ler, als ich dach­te. Wahr­schein­lich half es mir, dass ich zuvor schon in Irland mit einem Miet­wa­gen unter­wegs war.

Als wir mit dem eige­nen Auto durch Corn­wall gefah­ren sind, war recht schnell klar, dass Links­ver­kehr mit einem Links­len­ker Nach­tei­le hat. Man sieht so wenig beim Abbie­gen, und die Ver­kehrs­lo­gik passt auch nicht immer. Kreis­ver­keh­re sind beson­ders lus­tig. Die km/h auf dem Tacho mit den Mei­len auf den Schil­dern in Ein­klang zu brin­gen ist auch nicht so simpel.

Nun also mit einem gemie­te­ten Peu­geot 2008 durch die High­lands. Ges­tern hat unser Navi (das wir extra auf eng­lisch umge­stellt haben) uns auf eine schi­cke Pass­stra­ße geschickt. 10 Mei­len ein­spu­ri­ge Stra­ße mit Aus­weich­stel­len. Fahr­tech­nisch ein Erleb­nis, aber auch die Aus­sicht war Wahnsinn.

Und hier gibt es jetzt ein Video, wie es sich auf so einer Stra­ße fährt. Auf­grund der Stra­ßen­ver­hält­nis­se und der Tat­sa­che, dass wir kein Front­schei­ben-Sta­tiv haben, ist das Gan­ze etwas ver­wa­ckelt und die Kame­ra hat­te stel­len­wei­se Fokus­sie­rungs­pro­ble­me. Aber es ver­mit­telt einen guten Eindruck:

Sel­be Stra­ße, fünf Minu­ten spä­ter — bei Regen. Mit der schot­ti­schen Beson­der­heit von Regen und Son­ne gleich­zei­tig. Der Rie­sen-Ruck­ler geht auf eine har­te Brem­sung mei­ner­seits zurück: da hop­pel­te ein Häs­chen über die Stra­ße, dem ich kei­nen Rei­fen­ab­druck ver­pas­sen wollte.