Vulkan und Leuchtturm

Ges­tern haben wir nach einem Zwi­schen­stopp in La Lagu­na (dazu spä­ter mehr) die atem­be­rau­ben­de Land­schaft am west­lichs­ten Punkt Tene­rif­fas, dem Pun­ta de Teno, genossen.

Die Land­stra­ße dort­hin ist tags­über für Autos gesperrt (Aus­nah­me: Bus, Taxis und die Ver­wal­tung), weil sonst zu vie­le Tou­ris­ten den klei­nen Park­platz über­schwem­men wür­den. Als Ergeb­nis sind wir mit dem Bus die 15 Minu­ten von Buen­avis­ta de Nor­te aus gefah­ren. Die Fahrt kos­tet einen Euro pro Per­son und Rich­tung. Die Fahr­küns­te des Bus­fah­rers sind, sagen wir mal, sehr selbst­si­cher und krea­tiv *hust*.

Unter Pal­men war­tet man auf den Bus

Wenn man dort ist, bie­tet sich einem ein fan­tas­ti­sches Panorama:

Die Aus­sicht Rich­tung Süden
Die Aus­sicht Rich­tung Norden

Es han­delt sich beim Pun­ta de Teno um eine Land­zun­ge, die enstan­den ist, als der Vul­kan Teno aus­brach und sich die Lava ins Meer ergoss um dort zu erkal­ten. Natür­lich darf dort ein Leucht­turm nicht fehlen.

Den Leucht­turm selbst kann man nicht besich­ti­gen oder von nahem besu­chen. Er ist immer noch in Betrieb und warnt die Schif­fe vor dem tücki­schen Lavafelsen.

Der Ort hat etwas sur­rea­les, da das teils röt­li­che, teils schwar­ze Lava­ge­stein hier die ein­zi­ge Gesteins­art ist. Viel davon ist sehr brö­se­lig, eini­ges ganz fest gepresst. Die klei­nen Sand­strän­de haben schwar­zen Sand, der aus gemah­le­nem Lava­ge­stein besteht. Sehr beliebt ist der Ort zum Baden und Son­nen bei den Einheimischen. 

Man kann hier auch pri­ma Qi Gong stehen…

Im Wald der Hoffnung

Ges­tern hat­ten wir kei­ne Lust auf Tru­bel, wes­halb wir zum Bos­que de la Espe­r­an­za raus­ge­fah­ren sind. Der Wald liegt auf über 1000 Metern, wes­halb es auch gleich meh­re­re Grad küh­ler war als unten in der Ebe­ne. Eine wei­ße Wat­te­wol­ke hing über dem gesam­ten Wald, so als ob alles in dich­ten Nebel gehüllt wäre. 

Wir mar­schier­ten den 5km lan­gen Rund­weg ent­lang, der uns wun­der­vol­le Foto­mo­ti­ve bot — sie­he unten. 

Man hät­te hier auch einen Gru­sel-Film dre­hen können … 
Über­all im Wald blüh­te es. Man­che Blu­men waren ganz klein, so wie die­se hier auch. 

Schon den gan­zen Mor­gen über hin­gen tie­fe, dunk­le Wol­ken über Tene­rif­fa. Die Son­ne kam erst sehr spät raus, gegen 3 Uhr nach­mit­tags. Bei unse­rer Wan­de­rung durch den Wald hat es auch öfter mal genie­selt — ob das wirk­li­cher Regen war oder ob die dicke Wol­ke sich nur geschüt­telt hat, war dabei nicht so rich­tig klar. 

Hier hat­ten wir dann auch mal Sonne … 

Kuri­os war die­se Stel­le hier: Dank der Stei­ne und der pas­send gepflanz­ten Bäu­me haben wir etwas ganz Wich­ti­ges, Impo­san­tes erwar­tet, doch da war — nichts. Wir konn­ten Sinn und Zweck die­ses Ortes lei­der nicht herausfinden. 

“Da hin­ten steht bestimmt irgend­ein Denk­mal, lass mal gucken gehen!” 
???

Desayunar y cenar — Frühstücken und Abendessen

Vom desayu­na sin glu­ten (glu­ten­frei­es Früh­stück) in unse­rem Hotel sind wir bis­her ganz begeis­tert. Sowohl ges­tern als auch heu­te fing das Früh­stück mit einem gro­ßen Obst­tel­ler an, gefolgt von zwei Glä­sern frisch gepress­tem Saft. Es gab schon diver­se Schin­ken- und Wurst­sor­ten, Käse, Kek­se, Apri­ko­sen­mar­me­la­de, klei­ne Quiches und ein Ome­lett sowie gf Brot und Reis­waf­feln zur Auswahl. 

Mon­tag — David, der Obst­tel­ler und frisch­ge­press­ter Saft auf der Ter­ras­se unse­rer Unterkunft 

Am ers­ten Abend haben wir wun­der­voll geges­sen im Tas­te Sin Glu­ten, einem ita­lie­ni­schen Restau­rant in Los Chris­tia­nos. Alles hier wird glu­ten­frei zube­rei­tet, und ganz vie­les frisch. Wir haben uns güt­lich getan an Gam­bas mit Knob­lauch in Oli­ven­öl, Tar­tar aus rotem Thun­fisch, Nutel­la-Mousse und vie­lem mehr. Es war alles unglaub­lich lecker und der Ser­vice war her­vor­ra­gend. Nur zu empfehlen! 

Ges­tern abend hat­ten wir recht bald Hun­ger und kei­ne Lust, dar­auf zu war­ten, dass die Restau­rants wie­der öff­nen, also sind wir in den nächs­ten Super­markt gefah­ren, haben uns Obst, Toma­ten, Sala­mi, Schin­ken und Par­me­san (und Rot­wein!) gekauft und auf der Ter­ras­se, die zu unse­rem Zim­mer gehört, gepick­nickt. Zum Nach­tisch gab es dann gf Muf­fins und lecke­re Schokolade. 

Heu­te Abend haben wir im Restau­rant, das zu unse­rem Hotel (Fin­ca la Raya in Güi­mar) gehört, geges­sen. Es gab (auch hier) lecke­re Gam­bas in Oli­ven­öl, Süß­kar­tof­feln in Almo­gro­te (das ist eine Soße, die mir bis dato unbe­kannt war), sowie Steak mit Kar­tof­feln und Gemü­se. Auch das war alles sehr lecker, wie man auf dem Foto unten sehen kann. 😉 

Res­te von Süß­kar­tof­feln mit Almogrote 😀 

Wir sind schon gespannt, was uns alles noch an kuli­na­ri­schen Köst­lich­kei­ten hier auf der Insel erwartet. 😉 

Santa Cruz de Tenerife

San­ta Cruz ist die Haupt­stadt der Insel, die wir ges­tern erst ein­mal besucht haben. Nach inter­es­san­ten Erfah­run­gen mit der loka­len Stra­ßen­füh­rung *hust*, haben wir es geschafft, einen Park­platz zu ergat­tern und sind los­mar­schiert Rich­tung Innenstadt. 

Beson­ders inter­es­sant fan­den wir den afri­ka­ni­schen Markt, der täg­lich in einer his­to­ri­schen Markt­hal­le statt­fin­det. In teil­wei­se sehr klei­nen Läden wer­den dort unter ande­rem Gewür­ze, Käse, rie­si­ge Schin­ken und Sala­mis angeboten. 

Afri­ka­ni­scher Markt 

San­ta Cruz liegt direkt am Meer. Was liegt also näher, als die Ver­an­stal­tungs­hal­le der Stadt auch direkt ans Was­ser zu bauen? 

Audi­to­rio

Auf­fäl­lig in der Stadt ist die Tat­sa­che, dass über­all schat­ten­spen­den­de Pal­men und Bäu­me gepflanzt sind. Nicht nur schön anzu­se­hen, son­dern auch prak­tisch, um sich im Schat­ten von der Son­ne zu erholen. 😉 

Blick aufs das all­ge­gen­wär­ti­ge Gebirge 



Buenos Dias (Schöne Bilder)

Heu­te gibt es mal ein paar Impres­sio­nen von der Schön­heit der hie­si­gen Natur. Da wir das bes­te Zim­mer des Hau­ses bekom­men haben (obwohl ich ein ande­res gebucht hat­te), gibt es eine ganz fan­tas­ti­sche Aus­sicht von der Dach­ter­ras­se, die zu unse­rer Suite gehört (ganz für uns alleine!):

Blick auf’s Meer beim Sonnenaufgang
Auf der ande­ren Sei­te hän­gen manch­mal Wol­ken am Gebirge.

Wir haben dann ges­tern die Haupt­stadt der kana­ri­schen Pro­vinz besucht und waren in San­ta Cruz. Die Stadt ist nicht sehr tou­ris­tisch, was uns sehr gele­gen kam. Wir haben eine alte Müll­kip­pe besucht und dort eini­ge Stun­den lang die Umge­bung genossen.

Wer sich jetzt fragt, wie das gehen soll sei auf­ge­klärt: In den 70ern wur­de weit vor der Stadt direkt am Meer der Abfall als Hügel auf­ge­schüt­tet. Als Anfang der 80er die Stadt aller­dings zu nah an die­sen Müll­berg her­an­ge­wach­sen war, muss­te sich etwas ändern und die Hal­de wur­de geschlos­sen. Schön war das Gan­ze nicht, aber es dau­er­te noch ein Jahr­zehnt, bis man die Idee eines Land­wirt­schafts­in­ge­nieurs ernst nahm, einen Bota­ni­schen Gar­ten draus zu machen. Es dau­er­te 18 Jah­re bis zur Eröff­nung des Pal­me­tums 2014, aber nun ist es die größ­te Grün­flä­che von San­ta Cruz und welt­weit bekannt. Eine schö­ne ruhi­ge Atmo­sphä­re hat man dort, und es gibt über 400 Pal­men­ar­ten zu bewundern:

“Urlaub unter Pal­men” ist hier gar kein Problem.
Die­se Pal­men­samm­lung ergänzt die hier sowie­so über­all wach­seln­den Palmen.
Vie­le Pal­men­ar­ten haben fas­zi­nie­ren­de Blätter.
Meh­re­re Aus­sichts­punk­te im Pal­me­tum laden bei schö­ner Aus­sicht zum Ver­wei­len ein.
Man könn­te sich einen Fächer draus bauen…
Im geschüt­zen Oct­a­gon inner­halb des Pal­me­tums gibt es emp­find­li­che­re Arten.

Was hier nicht feh­len darf, ist ein Foto von der Tier­art, die man über­all sieht — aber meist nur kurz. Eidech­sen gibt es hier fast über­all. Meis­tens rascheln sie im Laub, manch­mal son­nen sie sich, aber immer sind sie scheu und huschen weg, wenn man sich nähert.

Temperaturschock

Unse­re Ankunft ges­tern auf Tene­rif­fa bedeu­te­te ganz ande­res Wet­ter als zuhau­se. Wir sind in Düs­sel­dorf bei unge­fähr 5 Grad Cel­si­us los­ge­flo­gen, Sams­tag hat­ten wir noch Schnee­re­gen und Hagel gehabt. 

Kaum hat­ten wir das Flug­ha­fen­ge­bäu­de auf der Insel ver­las­sen, blen­de­te uns eine enor­me Hel­lig­keit und die Son­ne brann­te mit über 20 Grad Cel­si­us auf uns nie­der. Immer­hin weht hier oft ein erfri­schen­der, leich­ter Wind. 

Wenn kei­ne Son­ne scheint, ist es noch früh­lings­haft kühl, aber kein Ver­gleich zu dem schlech­ten Wet­ter, das wir die letz­ten Tage zuhau­se hatten … 

Szenen einer Familie…

Es gibt gute Grün­de, war­um man die Sachen und Akti­vi­tä­ten sei­ner Kin­der über­prü­fen soll­te… Heli­ko­pter­el­tern­teil muss man nicht unbe­dingt wer­den, aber wenn man eine Rei­se vor­be­rei­tet, hilft es oft, den Kin­dern mal die Sicher­heit beim Flug näher zu brin­gen. Sonst pas­siert das, was wir gera­de an der Sicher­heits­kon­trol­le des DUS erlebt haben:

Die Sicher­heits-Beam­tin fragt eine Dame: “Ist das Ihr Ruck­sack?”
“Ja…”
“Sie haben da eine Sche­re drin!”
“Waas? Eine Sche­re…??“
In dem Moment kommt die klei­ne Toch­ter auf­ge­regt ange­rannt:
“Mei­ne Bastelschere!!!”

Das Gesicht der Mut­ter (und das der Sicher­heits-Beam­tin) war Gold wert…

Bald geht es los…

Die­ses Mal haben wir uns ein etwas wei­te­res Zeil gesucht: Teneriffa.

Ich selbst bin kein Fan von hohen Tem­pe­ra­tu­ren. Da kommt einem die­se Insel sehr ent­ge­gen, wenn man zu Öster­li­cher Zeit dort ist.

Da wir aber natür­lich nicht die übli­chen Tou­ris­ten sind, haben wir kei­nes der vie­len tau­send Zim­mer in einem der gro­ßen Hotels gebucht. Etwas klei­nes, net­tes soll­te es sein.

Bei der Recher­che sind wir auf die Fin­ca La Raya gesto­ßen. Gan­ze sechs Zim­mer, schön gele­gen und her­vor­ra­gend bewer­tet. Auf mei­ne Anfra­ge hin ver­sprach man uns auch glu­ten­frei­es Frühstück.

Die Flü­ge waren eine ande­re Ange­le­gen­heit. Eigent­lich woll­ten wir mit Ryan­air ab Wee­ze flie­gen. Aber die flo­gen nur bis Ende März, im April wur­de der Lini­en­ver­kehr nach Tene­rif­fa anschei­nend ein­ge­stellt. Also habe ich recht teu­re Tickets ab Düs­sel­dorf gebucht, mit Lau­da­mo­ti­on (ist auch Ryan­air). Die­se Flü­ge jedoch wur­den zeit­lich auf sehr ungüns­ti­ge Zei­ten ver­legt (Abflug Sonn­tags mor­gens um 6…), aber wir hat­ten wegen der Ver­schie­bung um mehr als drei Stun­den das Recht, die zu stornieren.

Die neu­en Flü­ge mit bes­se­ren Zei­ten sind jetzt etwas chao­tisch. Hin­flug Düs­sel­dorf — Tene­rif­fa mit Con­dor, Rück­flug Tene­rif­fa — Köln/Bonn mit Ryain­air. Es wird spannend…

Wie immer hal­ten wir euch hier auf dem Laufenden 🙂