Lecker essen in Amsterdam

Seit gestern nachmittag sind wir in Amsterdam, und weil essen bekanntlich Leib und Seele zusammenhält, werde ich zuerst darüber schreiben. 😉

Gefrühstückt haben wir heute morgen (wie auch bei unserem Aufenthalt letztes Jahr regelmäßig) in einer der Filialen von Bagels & Beans. Wie der Name schon sagt, ist die Kette auf leckeren Kaffee und runde Brötchen mit einem Loch in der Mitte spezialisiert. Praktischerweise bieten sie auch einen glutenfreien Bagel an, und es existiert eine Liste mit den Allergenen aller Gerichte. Wenn man bei der Bestellung dazu sagt, dass man ‚allergic‘ ist, wird kontaminationsfrei gearbeitet. Die Mitarbeiter sind im Normalfall sehr freundlich und bemühen sich darum, dass alles gut funktioniert. Die Bagels, die es mit unterschiedlichen, sehr leckeren Belägen gibt, schmecken auch wirklich gut. Ich hatte heute morgen beispielsweise einen Bagel mit Frischkäse und Erdbeermarmelade, David einen mit Banane und Zimt und einen mit Pesto, Avocado und Huhn. Yummy!

Gestern Abend haben wir sehr lecker zu Abend gegessen im De Italiaan, den wir auch schon vom letzten Jahr her kennen. Dieser Italien bietet Pasta und Pizza auch glutenfrei an. Für die gf Pizza wird ein kleiner Kostenaufschlag berechnet, aber der Teig ist sehr lecker und selbstgemacht. Lohnenswert ist auch die Panna Cotta als Nachtisch respektive die Angebote auf der Weinkarte …

Heute zum ersten Mal getestet haben wir La Margarita, ein mexikanisches Restaurant. Auch hier war glutenfreies Essen ohne Probleme möglich, da zum Beispiel nicht nur Weizen-, sondern auch reine Maistortillas angeboten werden. Wir haben das Essen sehr gut vertragen und es war unglaublich lecker. Das Personal war sehr freundlich und wusste genau, was wir essen konnten und was nicht. Definitiv empfehlenswert, auch für Nicht-Zölis! Eine nette Auswahl an Cocktails und Wein gibt es hier obendrein.

Außerdem ist uns heute aufgefallen, dass viele Cafes und Take-aways mittlerweile auch „glutenfree options“ anbieten – es lohnt sich, mit offenen Augen durch die Stadt zu laufen und die Schilder vor den Lokalen zu lesen!

Flashback: Amsterdam 2016, Teil I

In meiner Vorfreude darauf, wieder nach Amsterdam zu fahren, habe ich mir die Fotos angesehen, die wir im Oktober letzten Jahres gemacht haben, als wir zum ersten Mal in die niederländische Stadt gefahren sind. Ein paar unserer fotografischen Highlights werde ich im Folgenden einfach posten, zusammen mit der ein oder anderen Anekdote.

Für die LeserInnen, die die Stadt nicht kennen, erst einmal ein paar allgemeine Amsterdam-Wahrheiten:

Amsterdam ist die Stadt der Brücken, Grachten, schmalen (teilweise schiefen) Häuser, Hausboote und Fahrräder, wie man im Folgenden sehen kann:

Es kann auch schon mal vorkommen, dass die Känale mitten in der Stadt für eine Ruderbootregatta genutzt werden.

Mitunter kann es etwas schwierig werden, eine geeignete Parklücke zu finden, was daran liegt, dass a) die Lücke zu klein ist, b) keine Lücke vorhanden ist, c) man nicht aussteigen kann, weil man sonst ins Wasser fallen würde oder d) Fahrräder dort geparkt worden sind. Kleine Autos haben also durchaus Vorteile bei der Parkplatzsuche in Amsterdam.

Wie man vielleicht schon weiß, gibt es ein großes Rotlichtviertel mitten in der Stadt, unter anderem um den Kirchplatz der Oude Kerk herum. Hier findet sich auch eine Statue, die allen Sexarbeiterinnen gewidmet und bei Touristen mittlerweile ein beliebtes Fotomotiv ist.

Natürlich finden sich in besagtem Viertel auch thematisch passende Spezialgeschäfte …

Was wir besonders mochten, war das sogenannte Kattenkabinet: ein niedliches, kleines Museum, in dem alles ausgestellt ist, das sich mit Katzen beschäftigt – von Stofftieren bis Werbung und noch viel mehr …
Natürlich streifen durch die Ausstellungsräume manchmal auch die passenden tierischen Bewohner, die sich aber auch in den netten Garten zurückziehen können, in dem es noch mehr Exponate zu sehen gibt.

 

Urlaubs-Fazit

Manchmal funktioniert das mit den Plänen nicht. Unser Vorhaben, die mittelalterliche, nachgebaute Stadt Duncarron zu besuchen scheiterte daran, dass sie noch nicht für Besucher geöffnet ist. Schade, vielleicht nächstes Mal.

Unser Plan, die Insel Skye zu besuchen, ist aus anderen Gründen nicht zur Ausführung gekommen: die Briten haben auch Urlaub, und sie lieben die schottischen Highlands. Ergebnis: keine Unterkünfte mehr frei (es sei denn, man möchte ca. £400-£500 für eine (!) Nacht ausgeben. Das war es uns dann nun auch nicht wert.

Die Flüge zwischen Weeze und Edinburgh waren recht angenehm. Wir hatten bei Ryanair Sitzplätze reserviert (Nur Gepäck dazubuchen war teurer, als das „Leisure Upgrade“ mit Priority-Boarding, Sitzplatzreservierung UND Gepäck…).

Die Mietwagenfirma „Green Motion“ war nett und freundlich, nur gibt es da sehr lange Schlangen und man muss ein wenig warten. Sie versuchen einem – wie immer – diverse Versicherungen anzudrehen, die man aber ablehnen kann.

Mit dem Essen haben wir durchweg gute Erfahrungen gemacht. Die Restaurants wussten alle, was Glutenfrei bedeutet und haben uns prima beraten oder entsprechende Alternativen erfunden. Auch beim Frühstück hat immer alles geklappt – man war auf uns eingestellt und es gab immer genug Möglichkeiten und Toast.

Die Unterkünfte waren – bis auf die in Hawick – alle zwischen Sehr Gut und Fantastisch. Wir hatten einfache, aber saubere Unterkünfte und fantastische Herrenhäuser in toller Lage (Banchory Lodge Hotel…).

Als Alte-Steine-Liebhaber sind wir mit den Sehenswürdigkeiten voll auf unsere Kosten gekommen. Burgen, Herrenhäuser, Kathedralen und Abteien in mal mehr und mal weniger vollständigem Zustand haben uns begeistert (wenn sie nicht zu überrannt waren…)

Wer eine Übersicht über alle unsere Unterkünfte, Restaurants und besuchten Sehenswürdigkeiten haben möchte, findet hier eine Karte, wo ich alles eingetragen habe.

Im Golf Ressort

Die letzte Nacht in Schottland (*schnüff*) haben wir im Forrestor Park Resort in der Nähe von Edinburgh verbracht. Das Hotel bot allerdings keinen Grund zum Weinen.

Wir hatten zwar erst etwas Probleme, das Hotel zu finden, da es ein wenig versteckt liegt, waren dann aber schwer begeistert.
Neben einem sehr schönen Golfplatz liegt das Gebäude mit Blick ins Grüne. Die Eingangshalle allein ist schon beeindruckend schön (hauptsächlich in Blau) eingerichtet. Es gibt einen großen Kamin, einige Ölgemälde und sehr bequeme Sofas.

Auch die Decke ist ansprechend bemalt.

Es gibt ein stilistisch zur Eingangshalle passendes Restaurant, in dem wir allerdings nicht gespeist haben. Wir haben in der Bar zu Abend gegessen. Diese sieht ganz anders aus, ist aber nicht weniger schick. Hauptsächlich in hellblau (Plüschsessel) gehalten, wirkt die Bar zwar kühl, aber nicht unterkühlt, was wohl vor allem durch einige orangefarbene Elemente in der Einrichtung erreicht wird. Schick ist auch die indirekte, sanfte Beleuchtung.

Sobald wir dann beim Essen saßen, war alles noch edler. Der Tisch war schön eingedeckt, unsere Serviette wurde vom Kellner (Michael, der sogar weiße Bedienhandschuhe trug) auf unseren Beinen platziert und wir bekamen gleich zweimal vor unserer Hauptspeise (Lamm) einen Gruß aus der Küche serviert: rote Linsensuppe mit Zwiebeln und Cracker mit Käse und Zwiebeln, eingelegt in einer leckeren Soße.

Glutenfreies Essen zu bekommen war überhaupt kein Problem. Die Gerichte wurden so abgewandelt, dass wir sie problemlos genießen konnten. Sogar ein Dessert wurde extra für uns gezaubert, da die regulären Desserts auf der Karte alle glutenhaltig waren. Unser Kellner entschuldigte sich sogar noch bei uns, dass er keine größere Auswahl anbieten könne. Das Dessert, das wir bekamen, war allerdings himmlisch: Baiser mit Eis, Beeren in Fruchtsoße und einer leckeren Creme.

Auch das Frühstück war sehr gut und wieder war es ohne Schwierigkeiten möglich, glutenfreie Alternativen zu bekommen.

Auch die Zimmer sind sehr angenehm: Klassisch mit dunklem Holz und dezenten Farben eingerichtet. Das Bad war sehr geräumig und auch alles sehr sauber.

Auch der Service war toll und wir haben unseren Aufenthalt hier sehr genossen!

 

Rosen

Unsere Nacht in Perth verbrachten wir im Rowanlea Guest House. Der Ausblick aus unserem Zimmer war wunderbar, ging er doch hinaus in den Garten voller blühender Rosen und anderer Blumen.

Das Zimmer selbst war auch sehr schön, geschmackvoll in Creme eingerichtet und mit einem großen bequemen Bett. Sowohl Zimmer als auch Bad waren sehr sauber.
Das Frühstück war reichhaltig und lecker und glutenfreies Toast zu bekommen war gar kein Problem.
Die Inhaber waren sehr freundlich und zuvorkommend. Eine sehr empfehlenswerte Unterkunft!

Kurioses, Teil 2

Gestern in St. Andrews hatte ich die Gelegenheit, ein weiteres kurioses Foto zu schießen. Es handelt sich hierbei um eine sehr bunte Kuh, die vor einem Restaurant als Deko steht.

Auch in Hopetoun House haben wir heute Kurioses gesehen, nämlich die Wandteppiche im Ballsaal, die genau an die Wände angepasst wurden.

Kurios sind auch manche Kreisverkehre hier. Normalerweise rund angelegt, sind einige davon hier eher holprig-eiförmig. David hat sie passenderweise von roundabout in egg-about umgetauft. Leider gibt es hiervon kein passendes Foto, da es einfach schwierig ist, so etwas zu fotografieren.

Wow!

Oben erwähnter Titel bezieht sich auf den Eindruck, den wir beide heute hatten, als wir die lange Auffahrt von Hopetown House hinauf fuhren. Das Gebäude (Herrenhaus ist wohl die passendste Bezeichnung) ist aufgrund seiner schieren Größe unglaublich imposant.

Sowohl die Innenräume als auch Teile der Außenanlagen wurden als Drehorte für die Outlander-Serie genutzt.
Der rote Raum stellt in der Serie beispielsweise die Gemächer des Duke von Sandringham dar:

Hinter dem Haus wurde auch gedreht, wobei Hopetoun House hier wieder das Anwesen des Herzog von Sandringham darstellt. In der Serie findet hier ein Duell statt:

Beeindruckend fand ich außerdem den alten Aufgang im Schloss, der mit wunderschönen Holzschnitzereien und Malereien bestückt ist:

Das Anwesen ist übrigens noch bewohnt, weshalb natürlich nicht alle Teile des Hauses für Besucher geöffnet sind. Aktuell wohnt hier der Earl von Hopetoun mit seiner Familie.

Das Gelände, das zum Hopetoun Anwesen gehört, ist riesig. Hier findet sich auch Midhope Castle, leider ziemlich verlassen und nicht für Besucher geöffnet, dem Outlander-Fan aber bestimmt bekannt. In der Serie stellt das Haus (Schloss?) den Familiensitz der Frasers, Lallybroch, dar.

Natürlich sind wir auch über das Gelände gewandert und haben das gute Wetter und die Natur genossen.

Tierische Bewohner gibt es auf dem Gelände übrigens auch.

Unweit von Hopetoun House hat man eine wunderbare Aussicht auf die neue Brücke, die in Edinburgh gebaut wird – vor zwei schon bestehenden Brücken. Es lohnt sich durchaus, hier einfach mal das Panorama zu genießen.

Essen aus der Kolonialzeit

Aufgrund der Kolonialisierung gibt es hier auf der Insel deutlich mehr Indische Restaurants als bei uns (Griechische hingegen findet man gar nicht).

Aufgrund einer Empfehlung sind wir gestern in Perth in das Tabla Indian Restaurant gegangen. Der Inhaber dort hat bereits mehrere Preise abgeräumt, tritt in Kochshows im Fernsehen auf und lässt von einer Eisfirma sein Nachtisch-Eis nach eigenem Rezept herstellen. Zudem betreibt er eine Kochschule für authentische Indische Küche. Auf seiner Webseite finden sich übrigens auch Rezepte aus Nord-Indien und aus Süd-Indien.

Nach der Erfahrung von gestern haben wir festgestellt: alles vollkommen zu Recht! Das Essen war hervorragend, das Nachtisch-Eis ein Traum und wir waren richtig begeistert. Einziger Wermutstropfen: die Getränke (sprich: Irn Bru und Wasser) waren nicht gekühlt. Ob das immer so ist, oder ob die Kühlung defekt war, wissen wir nicht. Beim Wasser störte das weniger, beim Irn Bru hingegen schmeckt es dann nicht mehr (ist wie warme Cola…)

Wie immer ist Indisch sowieso zu großen Teilen Glutenfrei, so dass es hier keine Probleme gab. Der Chef selbst hat uns beraten und wusste auch, was Kontamination ist. Bei einigen Dingen hat er klar dazugesagt, dass zwar laut Rezept nichts drin sein sollte, er das aber von anderen Firmen bezieht und deshalb nicht garantieren kann, dass es dort nicht kontaminiert wurde. So zum Beispiel bei dem Eis (ich habe es trotzdem gewagt) und bei einem Lamm-Kebab, wo das Fleisch als Verbundfleisch zugekauft wird.

(Wie) tot an der Fahne liegen

Der geneigte Golfer wird erkannt haben, dass es sich bei dem Titel um eine Golf-Referenz handelt. Tatsächlich haben wir letzte Nacht in einem Etablissement verbracht, dass sich „19th Hole Hotel“ nennt. Das „19. Loch“ ist traditionell die Kneipe, die man nach dem Spielen eines 18-Loch-Golfplatzes aufsucht.

Der Ort, in dem wir waren, heißt Carnoustie und dürfte einem Golfer vielleicht auch bekannt sein. Es gibt dort drei Golfplätze und der sogenannten Championship Course ist einer der Austragungsorte der British Open.

Wir waren jedoch davon völlig unbeeindruckt und haben in der dazugehörigen Bar erstmal gut gegessen. Es gab hervorragenden gegrillten Lachs für Tanja (mit Gemüse und Kartoffeln) und für mich einen Mixed Grill (ohne die sonst dazu gehörenden Würstchen, weil deren Glutenfreiheit nicht abschließend geklärt werden konnte) mit Pommes und Erbsen. Alles sehr lecker!

Unser Zimmer war nicht das größte, aber es war bequem. Es gab ein gutes WLAN mit einer schnellen Internetanbindung (65 down, 12 up), ein modernes Bad mit gutem Druck auf der Dusche und alles war sauber. In dem Bett haben wir prima geschlafen (siehe Titel).

Das Frühstück war ein Buffet. Man hatte glutenfreien Früchtekuchen und Shortbread-Round für uns. Das glutenfreie Toast, das zur Verfügung stand, konnten wir leider nicht toasten, da es nur einen gluten-bekrümelten Durchlauf-Toaster gab, der leider schon prinzipbedingt die Toasts in alte Krümel fallen lässt. Das restliche Buffet war aber reichhaltig und lecker, da gab es nichts auszusetzen. Interessant fand ich, dass man Tee auf Bestellung frisch zubereitet hat, Kaffee jedoch einfach in einer Thermoskanne zur Verfügung stand.

St. Andrews

Nach unserem erneuten Abstecher nach Arbroath, fuhren wir nach St. Andrews, eine kleine Stadt am Meer mit einer bekannten Universität, einer Schlossruine und der Ruine der einst größten Kathedrale des Landes.

Die Stadt ist hübsch und viele historische Gebäude gehören zur bereits erwähnten Universität.

Wie bereits erwähnt, war die St. Andrews Cathedral die größte Kathedrale des mittelalterlichen Schottlands. Reliquien des nationalen Schutzheiligen St. Andreas sollen sich einst hier befunden haben, aber genaues weiß man nicht. Auf dem Gelände der Kathedrale befindet sich auch ein alter Friedhof, sowie St. Rule’s Tower. Von besagtem Turm aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt und das Meer, das sich direkt neben den Überresten der Kathedrale befindet – allerdings muss man dafür erst einmal 160 Stufen überwinden. Sowohl Turm als auch Wendeltreppe sind sehr schmal und man fühlt schon eine gewisse Erleichterung, wenn man es erst einmal bis ganz nach oben geschafft hat.

Natürlich ist auch die Kathedrale selbst absolut sehenswert.

Nicht weit von der Kathedrale entfernt ist die Burgruine von St. Andrews. Die Burg wurde damals von den Bischöfen erbaut, die natürlich die Kathedrale von der Burg aus sehen konnten. Die Burg war in ihrer besten Zeit sehr wehrhaft, an mehreren Seiten vom Meer umgeben (tolle Aussicht!) und hat einige Besonderheiten, wie zum Beispiel ein flaschenförmiges Diebesloch oder Minen, die während einer Belagerung entstanden sind.

Zwischen den Besichtigungen von Kathedrale und Burg haben wir allerdings eine Pause eingelegt und sind zum nahen Hafen gelaufen und über das große Pier spaziert. Bei dem strahlenden Sonnenschein, den wir heute hatten, war das richtig schön.

Wir haben auch ein sehr williges Model für ein paar nette Laufsteg-Fotos (*hust*) gefunden.